Deutsche Röstergilde zeichnet Kölner Kaffee aus
Espresso, Caffè Crema, Brazil und Äthiopien Sidamo: Die »Kölner Kaffeemanufaktur« lässt bei der Deutschen Röstergilde keine Sorte unprämiert.
Hunderte Kaffees, eine Blindverkostung, klare Kriterien: Beim jährlichen Wettbewerb der Deutschen Röstergilde entscheidet allein die Qualität in der Tasse. Duft, Aroma, Balance, Körper, Säurestruktur und Nachhall werden nach einem festgelegten Punktesystem bewertet. Gold erhalten nur Röstungen, die eine definierte Mindestpunktzahl überschreiten – vergeben von geschulten Sensorikern und Branchenexperten, anonym und ohne Blick auf Marke oder Herkunft.
In diesem Umfeld hat die »Kölner Kaffeemanufaktur« erneut überzeugt. Alle vier eingereichten Kaffees der Familienrösterei aus Köln-Lindenthal wurden 2026 mit Gold ausgezeichnet: Espresso India Robusta, Caffè Crema, Brazil und Äthiopien Sidamo. Für den Betrieb ist es die zehnte Prämierung in Folge bei dem Wettbewerb.
Kein Marketinginstrument
Die Deutsche Röstergilde versteht sich als Interessenvertretung handwerklich arbeitender Röstereien in Deutschland. Neben dem Wettbewerb setzt sie auf Qualitätsstandards, sensorische Schulung und Austausch innerhalb der Branche. Entsprechend gilt die Medaille in Rösterkreisen weniger als Marketinginstrument denn als interne Standortbestimmung.
Geröstet wird in Lindenthal in klassischer Trommelröstung. Dieses vergleichsweise langsame Verfahren bei moderaten Temperaturen soll eine differenzierte Aromenausbildung ermöglichen. Die Bohnen werden direkt in der Manufaktur an der Dürener Straße verarbeitet und verkauft. Zum Betrieb gehören außerdem ein angeschlossenes Café sowie ein eigener Onlineshop; zudem sind die Kaffees bei ausgewählten Händlern in Köln und Umgebung erhältlich.