Ist das das Ende der klassischen Köttbullar?
IKEA feiert 40 Jahre Köttbullar – und die runden Klassiker bekommen zum Jubiläum neue Gesellschaft.
Seit 40 Jahren rollen sie über die Teller der Ikea-Restaurants, millionenfach und in immer neuen Varianten: die Köttbullar. Fun Fact: Wer’s richtig sagen will, sagt »Schöttbullar«. Keine Panik, fast alle sagen Köttbullar, und es versteht trotzdem jeder. Wie dem auch sei, sind die kleinen Bällchen für viele längst genauso ikonisch wie das Billy-Regal. Jetzt, pünktlich zum Jubiläum, bekommt die runde Legende Gesellschaft.
Eine Geschichte voller Variation
Im Laufe der Jahre haben sich die Bällchen immer wieder weiterentwickelt. Neben der klassischen Fleischvariante kamen 2015 Hühnerfleisch- und erste Gemüsebällchen hinzu. 2017 probierte Ikea temporär Elchbällchen, 2018 Lachs-Bällchen aus norwegischem ASC-zertifiziertem Lachs. 2020 folgten die pflanzlichen Fleischlosbällchen, die wie das Original schmecken sollen, aber komplett auf tierische Produkte verzichten. Ab Jänner 2026 wird das Sortiment nun um zwei neue Sorten erweitert.
Traditionell trifft modern
Die erste Neuerung sind die Fleisch-Gemüse-Bällchen. Sie bestehen zu je 21 Prozent aus Schweine- und Rindfleisch und zu 50 Prozent aus Gemüse, darunter Karotten, rote Linsen und Zwiebel. Außen leicht gebräunt, innen saftig, verbinden sie den vertrauten Geschmack der Fleischbällchen mit einem dezenten Gemüsetwist. Klassische Beilagen wie Erdäpfelpüree, Soße und Preiselbeeren bleiben erhalten, sodass beim Probieren niemand umdenken muss. Ähnlich dem Original, nur eben ein bisschen moderner und nachhaltiger.
Alles neu
Die zweite Neuheit sind die Falafel-Bällchen, komplett pflanzlich. Kichererbsen, Zucchini, Zwiebeln und ausgewählte Gewürze werden zu kleinen, außen knusprigen, innen weichen Bällchen geformt. Serviert werden sie mit Couscous und einer Aioli-Style-Sauce.
Ist die Zukunft pflanzlich?
Nun aber noch zu der Frage, ob damit die klassischen Fleischbällchen von Ikea wirklich vor dem Aus stehen? Offiziell sagt niemand das, und – keine Sorge! – die vertrauten Köttbullar bleiben vorerst auf der Karte. Klar ist aber: Ikea will bis 2030 zu einem klimapositiven Unternehmen werden, und pflanzenbasierte Alternativen spielen dabei eine zentrale Rolle. Die neuen Bällchen sind ein Schritt in diese Richtung.