Picknick im Schlosspark: Michael Malat, Raimonds Tomsons, Fei Fei Liu, Michael Moosbrugger, Annemarie Foidl, Chris Yorke und Marc Almert
© Anna Stöcher
Aufeinandertreffen von Weltmeistern
Wenn die Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW) rufen, reist das »who is who« der internationalen Weinwelt alljährlich im September nach Grafenegg.
von Alexandra Gorsche
09. September 2023
In der dynamischen Welt des Weinanbaus und -produktion ist der Austausch von Fachwissen und die kontinuierliche Weiterbildung von unschätzbarem Wert. In diesem Sinne ist der ÖTW Single Vineyard Summit 2023 ein bahnbrechendes Event, das von Profis für Profis konzipiert wurde. Mit einer tiefen Leidenschaft für Wein und einem klaren Fokus auf Exzellenz kommt die Weinbranche jedes Jahr zusammen, um ihre Kräfte zu bündeln und neues Wissen zu erschließen.
Erfahrungsaustausch & Innovation
Die Bedeutung dieses Gipfels reicht jedoch weit über die bloße Leidenschaft für edle Tropfen hinaus. Statistiken zeigen, dass die Weinindustrie jährlich signifikante Veränderungen erfährt. Neue Technologien, sich wandelnde Geschmackspräferenzen und sich entwickelnde Klimabedingungen erfordern von den Fachleuten ein kontinuierliches Lernen und Anpassen. In diesem Zusammenhang spielt der ÖTW Single Vineyard Summit eine entscheidende Rolle, indem er nicht nur den Erfahrungsaustausch ermöglicht, sondern auch die neuesten Erkenntnisse und Innovationen präsentiert.
Die Weinbranche weiß um die Bedeutung von Bildung und Weiterentwicklung, diese jährliche Zusammenkunft dient als Nährboden für das Wachstum und die Anpassungsfähigkeit der Branche. Im Fokus stehen dabei die einzigartigen Herausforderungen und Chancen, die sich in den Weinbergen erstrecken. Der ÖTW Single Vineyard Summit 2023 verspricht, eine Quelle der Inspiration und des Wissens zu sein, die die Zukunft des Weinbaus gestaltet.

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Fünftägiger Marathon
Weinkritiker:innen, Weineinkäufer:innen, Sommeliers und Sommelières traten in einem fünftägigen Marathon höchster Konzentration an, um rund 500 der besten Weine des Landes zu verkosten, noch bevor sie auf den Markt kamen. Ein besonderer Fokus lag auf dem Networking. Ein entspanntes Picknick im Schlosspark erfreute die angereisten Sommeliers und Sommelières aus China, Hongkong, Lettland, der Schweiz, Deutschland, Ungarn, Bulgarien, Tschechien und Portugal. Prominente Gäste wie der amtierende ASI Best Sommelier of the World Raimonds Tomsons aus Lettland und sein Vorgänger Marc Almert aus der Schweiz, Annemarie Foidl, Präsidentin des österreichischen Sommeliervereins, sowie Chris Yorke, Geschäftsführer der Österreichischen Weinmarketing, waren ebenfalls anwesend.

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Sekt aus österreichischen Weinbaugebieten
Viele renommierte Winzer:innen präsentierten persönlich ihre Sekte der Region. Zu den Gastgebern gehörten Michael Moosbrugger (Schloss Gobelsburg), Michael Malat, Nikolaus Moser (Vitikultur Moser), Alwin Jurtschitsch, Franz Leth, Bert Salamon (Salomon Undhof), Lorenz Allram, Ludwig Hiedler, Peter Steininger, Andreas Wickhoff (Weingut Bründlmayer), Alexander und Franz Türk, Josef Mantler (Weingut Mantlerhof), Markus Huber, Johannes Fritz und Hans Topf.
Die Wahl des Getränks, nämlich Sekt, war keineswegs zufällig, denn es gab einen bedeutenden Anlass zur Freude: Die ÖTW-Winzer:innen verfolgten ein jahrzehntelanges Ziel, das sie nun erreicht haben. Ab sofort ist es in allen österreichischen Weinbaugebieten möglich, Weinberge als Erste Lage bzw. Große Lage zu klassifizieren (Falstaff PROFI berichtete). Diese historische Entscheidung wurde erst kürzlich vom Minister für Land- und Forstwirtschaft unterzeichnet. Michael Moosbrugger, Bundesobmann der Österreichischen Traditionsweingüter, verkündete stolz: »Österreich ist damit – außerhalb Frankreichs – das erste und einzige Land, in dem eine Klassifizierung der Weinberge auf gesetzlicher Ebene möglich ist, und wir freuen uns darauf, heute mit Ihnen darauf anzustoßen.«
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