Neue Karte, neuer Chef: Wie das »Béla Béla« mehr Wiener anlocken will
Das Restaurant im »Steigenberger Hotel Herrenhof« will verstärkt Wiener ansprechen. Das Konzept: Klassiker wie perfektes Schnitzel und orientalisches Soulfood.
In der eigenen Heimatstadt im Hotelrestaurant zu essen, ist bei den Wienern (noch) nicht weit verbreitet – völlig grundlos. Immer mehr Hotels sprechen mit ihrem Angebot gezielt die Stadtbewohner an.
Auch im Restaurant »Béla Béla« im »Steigenberger Hotel Herrenhof« in der Fahnengasse 1 im 1. Bezirk will man noch mehr Wiener Gäste empfangen. Das Konzept: In lässig eleganter Atmosphäre gut essen, aber ohne steifen Dresscode.
Zum Neustart gehört auch ein neuer Küchenchef samt neuer Karte. Marcus Bauer hat Mitte September die Leitung übernommen und kocht Wiener Küche, die mediterrane und orientalische Einflüsse einbindet.
Inspirieren lässt sich Bauer (vormals »Zu den 3 Hacken« und »Gasthaus Pöschl«) unter anderem vom palästinensischen Koch Sami Tamimi. Klassische Gerichte wandelt Bauer durch spezielle Gewürze, vor allem Gerber-Sumach und die Mischung Zaadar, leicht ab.
Wärmendes Soulfood und große Klassiker
Der Fenchel-Feta-Salat hat Frische und Salzigkeit, die in Zaadar eingelegten und knusprig frittierten Panko-Hühnerstreifen kombiniert man mit Vogerlsalat und Kürbiskern-Vinaigrette, die kräftige, weil geschmorte Kürbiscremesuppe mit Chilischärfe und Honig.
Wärmendes Soulfood ist der Schmortopf mit zartem Ochsenschwanz, Kürbis und Zimt, serviert im Schamott-Ziegel. Das Ossobuco vom Kalb mit galciertem Chicorée, cremiger Polenta und Grana ist ein weiterer Signaturedish.
Das Original Wiener Schnitzel, herausgebacken in Butterschmalz, belässt man in seiner Klassik. Gut so, denn es gelingt perfekt und könnte das »Béla Béla« zu einem Geheimtipp machen.
1010 Wien
Österreich
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