Zum Inhalt springen

Maura Knecht und Anya Keller

Maura Knecht und Anya Keller
© Claudia Salzmann

«Bistro Ayna» übernimmt in der Villa Stucki

Pop-up
Sommer
Bern

Die Villa Stucki im Berner Beaumont geht ins Sommerprogramm: Maura Knecht und Anya Keller begrüssen mit ihrem Pop-up bis im September.

Die Villa Stucki liegt mitten in einem schönen Park, über einen kleinen Kieselrundweg erreichbar, wie sich das für ein Herrenhaus gehört. Die Türe geht automatisch auf, am Boden begrüsst das mit Mosaiksteinchen geschriebene Wort «Salve». Man hört Gelächter aus der Küche, an der Bar empfängt die 28-jährige Maura Knecht. Ein grosser, gedeckter Tisch deutet auf eine Gesellschaft hin, eine Vierergruppe diskutiert in angeregter Apérostimmung.

«Bistro Ayna» heisst das gastronomische Pop-up, das bereits zum zweiten Mal in der Villa Stucki während der Sommermonate stattfindet. Dahinter stecken neben Knecht auch die 31-jährige Anya Keller. Sie führen ihr Projekt zum zweiten Mal durch und kochen bis im September. Das Haus gehört der Stadt, die seit Jahren keinen fixen Pächter findet.

Haselnüsse aus dem Dorf der Köchin

Für einige Monate bringen die beiden Gastronominnen Wind in die Villa. Keller und Knecht haben sich im «Adrianos» kennengelernt und somit schon länger Erfahrungen im Zusammenarbeiten. Ein Abend im «Bistro Ayna» startet mit Sauerteigbrot von Massimo Calandra von Sicula und aufgeschlagener Butter.

Danach folgen Teller mit feinen Kombinationen: Randen auf Labneh mit Radieschen aus dem Ofen und in frisch gehobelten Scheiben. Dazu Senfkaviar. Oder im Ofen gebackene Mini-Rüebli, diese serviert Anya Keller auf Tofucreme mit eingemachten Magnolien und gerösteten Haselnüssen vom Bergfeldhof aus Hinterkapellen. Dort ist Anya Keller auch aufgewachsen. Keller und Knecht haben auch Arancini im Menü, derzeit mit Erbsen und deren Mousse.

Geheimnis: die Miso-Sauce

Mittlerweile ist die Geburtstagsgesellschaft eingetrudelt, draussen hat ein sommerliches Gewitter die Bäume etwas geduscht und die Welt aufgefrischt. Zum Fenster zieht angenehm kühle Luft herein.

Derweil wird der Hauptgang aus der Küche geliefert: Rigatoni mit Pilzragout, mit einem Sonnenblumenkernen-Chili-Crunch und einer herrlichen Sauce. Das Geheimnis der Sauce ist Miso von Onri-Ferments aus Aegerten. Das Menü ist noch viel länger und wechselt alle vier Wochen – Grund genug für eine baldige Rückkehr in die Villa Stucki.

Villa Stucki
Seftigenstrasse 11, 3007 Bern
villastucki.ch


Claudia Salzmann
Autorin
Mehr zum Thema
1 / 12