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Zürich befindet sich auf dem Weg zur «2000-Watt-Gesellschaft».

Zürich befindet sich auf dem Weg zur «2000-Watt-Gesellschaft».
Foto beigestellt

Rest vom Fest

Food Zurich 2017
Zürich

Zürich hat sich zum Ziel gesetzt, Energieverbrauch und Treib­hausgasausstoss zu senken. Der Weg in die «2000-Watt-Gesellschaft» führt dabei auch übers Essen.

Ernährung und hier vor allem der Umgang mit Lebensmitteln übt starken Einfluss auf die Umwelt aus. Das ist bekannt und kein grosses Geheimnis und lässt sich auch eindrucksvoll in Zahlen festmachen. Gut ein Drittel der Umweltbelastungen und rund 20 Prozent der Treibhausemissionen unseres Konsums entfallen auf die Ernährung. Es ist also nicht egal, was man isst. Wer sich häufig tierische Produkte einverleibt, hinterlässt einen grossen ökologischen Fussabdruck. Und wer Essen verschwendet – in der Schweiz, so die Statistik, landet ein Drittel der Lebensmittel im Abfall –, tut sich und der Umwelt ebenfalls nichts Gutes.  

Bewusst ernährt

Das Einsparungspotenzial in Sachen Energie- und Ressourcenverbrauch bei Ernährung ist enorm, und die Stadt Zürich setzt hier bewusst einen Hebel an. Die Schweizer Metropole befindet sich nämlich auf dem Weg zur «2000-Watt-Gesellschaft». Dem Thema Ernährung kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Seit einigen Jahren führt Zürich das Thema in den öffentlichen Diskurs ein und schärft in dieser Hinsicht das Bewusstsein seiner Bewohner und nicht selten auch der Gäste. Denn Nachhaltigkeit und Energieeffizienz beginnen beim privaten Einkauf und in der heimischen Küche, sind aber auch Thema in der vielfältigen Gastronomieszene. Der genussvolle Zürcher Lebensstil lässt sich nämlich problemlos mit ökologischen Überlegungen kombinieren. Das zeigen Sternelokale ebenso wie kleine Takeaways, die Nachhaltigkeit, gesundes Essen und Genuss spielerisch unter einen Hut bringen. Produkte aus der Region werden genutzt und so Transportwege kurz gehalten, man setzt auf saisonale Küche und bietet eine Auswahl an fleischlosen Menüs und Alternativen. Gesunde und nachhaltige Ernährung wird auch in Schulen und Vorschulen thematisiert. Die Stadt Zürich legt bei der Verpflegung «ihrer» Kinder Wert auf biologisches Gemüse und Bio-Früchte, die im Freiland oder im unbeheizten Treibhaus gediehen sind. Man hat jedenfalls erkannt, dass über das Thema Essen Menschen erreicht werden können, auch wenn der Weg zur «2000-Watt-Gesellschaft» nicht einfach ist. Umdenken beginnt im Mund.

Erschienen in
Falstaff Food Zürich Nr.1/2017

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Manfred Gram
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