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© Lucky Lemon Photography

Top 5: Die schönsten Sommer-Pop-ups in Luzern

Pop-up
Luzern
Sommer
Tipps

Wenn die Tage länger werden, zieht es die Luzerner Gastronomie nach draussen: in Hinterhöfe, auf Terrassen, ans Wasser oder hoch über die Stadt. Pop-ups zeigen dabei, wie beweglich die Szene ist: Restaurants wechseln für ein paar Monate die Kulisse, Hotels öffnen ihre Parks und Terrassen, und auf den Karten landen Gerichte, die nach Sommer schmecken. Fünf Adressen, die zeigen, wie gut Luzern Sommer kann.

Maison Glou Glou

Seit ein paar Wochen wird im denkmalgeschützten Jesuitenhof des «Hotel Seeburg» unter alten Bäumen an Holztischen gegessen – mit Blick auf See und Bergpanorama. Für das Pop-up hat Christian Gujan zwei ehemalige Köche zurückgeholt, die das «Glou Glou» am Helvetiaplatz mitgeprägt haben: Gian war in Frankreich, Leo in Japan. Ihre Eindrücke spiegeln sich in einer kleinen Karte wider, die zwischen Panisse de Marseille, Geflügelleberparfait mit Rhabarber, Hamachi Sashimi mit Ponzu und knusprigem Chicken Nanban pendelt. Besonders spannend ist das Kalbsbries mit Favabohnensalat, Erbsen, Rhabarber und Minze – ein feines Stück Innereien vom Kalb, das in der französischen Küche wegen seiner cremigen Textur geschätzt wird.

Was ebenfalls aus dem «Glou Glou» mitzieht, ist die Weinkarte: Von Schaumwein über Rosé und Orangewein bis Rotwein wird alles offen ausgeschenkt. Auf der Liste der Flaschenweine stehen bekannte französische Namen wie Leflaive, Domaine Trapet, Pierre Péters oder Charles Dufour. Wer nicht das ganze Menü bestellen möchte, findet im Barbereich die vielleicht kleinste Version des «Maison Glou Glou»: ein Glas oder eine Flasche Wein und ein paar Snacks zum Teilen.

Adresse: Jesuitenhof, Hotel Seeburg, Seeburgstrasse 53–61, 6006 Luzern
Öffnungszeiten: 18. Juni bis 20. September 2026; Donnerstag bis Sonntag ab 16.30 Uhr bis spät, Samstag und Sonntagmittags zusätzlich auf Reservation.
maison-glouglou.ch


Magdi Sommerbeiz

Auch in seiner Sommerresidenz ist das «Magdi» schnell wiederzuerkennen: an der Freude an lokalen Produkten, den kleinen Ideen auf dem Teller und der Gastfreundschaft, die nie aufgesetzt wirkt. Diesen Sommer zieht das Restaurant bereits zum dritten Mal aus der Eisengasse ins «Hotel Beau Séjour» ein. Martina Odermatt, Thomas Pollet und ihr Team richten sich dafür auf der Beau-Séjour-Terrasse ein, einem kleinen Sonnendeck mit rosaroten Tischen, Hortensiensträuchern und Blick Richtung See.

Gekocht wird lokal, saisonal und mit Blick auf das, was der Markt gerade hergibt. Unbedingt probieren sollte man die Popcornbutter, die mit Rosmarin-Focaccia serviert wird – ein kleines «Magdi»-Muss. Daneben stehen Rüeblitatar mit Kapern und Buchweizen, Oeuf mit Spinat, Mayo und Polentachip oder knuspriger Pouletschenkel vom Alpstein auf der Karte. Wer das «Magdi»-Gefühl ganz erleben möchte, bestellt das Menü «Petit Bonheur» – am besten in Kombination mit einem «Schüümmer» oder einer Weinempfehlung des Teams.

Adresse: Hotel Beau Séjour, Haldenstrasse 53, 6006 Luzern
Öffnungszeiten: 26. Juni bis 5. September 2026; Montag bis Samstag ab 18 Uhr, Sonntag Ruhetag.
beausejourlucerne.ch


Hermitage Beach Club

Ein Nachmittag im «Hermitage Beach Club» beginnt vielleicht mit einem Sprung in den See und endet oft später als geplant. Unter Kastanienbäumen, direkt am Ufer des Vierwaldstättersees, fühlt sich Luzern für ein paar Stunden wie Ferien in der Stadt an: mit Terrasse, «Daybeds», Blick auf den Pilatus und der Möglichkeit, die Seebucht mit Stand-up-Paddle, Pedalo oder Kajak auch vom Wasser aus zu entdecken.

Die Küche des hauseigenen Foodtrucks hat dabei einiges mehr zu bieten als nur schnelle Snacks. Die von Mario Garcia entwickelte Karte lädt dazu ein, immer wieder etwas zu bestellen, zu probieren und zu teilen. Wie etwa California Rolls mit Lachs, Gyoza mit Spicy Mayo, Burrata mit Pfirsich und Basilikum, Lachsforellen-Ceviche mit Mango, Yuzu und gepufftem Reis oder Eglifilets im Bierteig mit Pommes Frites. Dazu kommen Cocktails, Mocktails und Schaumweine – und plötzlich wird aus einem Nachmittag am Wasser ein Abend bis zum Sonnenuntergang.

Adresse: Hermitage Lake Lucerne, Seeburgstrasse 72, 6006 Luzern
Öffnungszeiten: Bei gutem Wetter täglich von 27. Mai bis 13. September 2026 geöffnet. Wochentags: 14:00 bis 22:00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage: 12:00 bis 22:00 Uhr.
hermitage.ch/beach-club


Schlosspark Château Gütsch

Über den Dächern von Luzern, gleich neben dem «Hotel Château Gütsch», liegt der Schlosspark wie ein Aussichtsbalkon über der Stadt. Wer zu Fuss kommt, nimmt die vielen Treppen hinauf durch den Gütsch. Wer es bequemer mag, fährt mit dem «Gütsch-Bähnli» fast bis vor das ikonische Schloss. Oben angekommen, eröffnet sich ein Blick über die Stadt, See und Berge.

Im öffentlich zugänglichen Schlosspark sorgt das Team des «Hotel Gütsch» im Sommer mit einer kleinen Karte, Drinks und Glacé für einen unkomplizierten Zwischenhalt über der Stadt. Es geht nicht um ein langes Abendessen, sondern um einen Moment nach einem Spaziergang, vor dem Sonnenuntergang oder einfach, um Luzern einmal von oben zu betrachten. Auf der kleinen Karte stehen unter anderem Schlosspark-Burger, Olma-Kalbsbratwurst, Burrata mit Tomaten und Nachos mit Salsa – alles zu fairen Preisen. Dazu gibt es Drinks von der «Gütsch Bar» und viel Platz zum Sitzen und Geniessen.

Adresse: Hotel Château Gütsch, Gütsch 1, 6003 Luzern
Öffnungszeiten: Bis Ende Oktober jeweils Donnerstag bis Sonntag, von Mittag bis Abend; nur bei schönem Wetter.
chateau-guetsch.ch/schlosspark/


Fed Sando Backyard

Beim «Fed» werden die Sandwiches direkt durch das Küchenfenster serviert. Hinter dem Restaurant an der Pilatusstrasse versteckt sich im Sommer ein kleiner Innenhof: mit Veranda, ein paar wenigen Plätzen und Blick in die Küche. Bestellt wird drinnen, abgeholt draussen – oder gleich mitgenommen, falls alle Plätze bereits besetzt sind.

Im Backyard setzt Simon Tanner mit seinem Team auf japanische Sando-Kultur. Im Zentrum steht Shokupan, ein besonders weiches japanisches Milchbrot, das frisch für das «Fed» gebacken wird und den Sandwiches ihre fast wolkige Textur verleiht. Auf der Karte stehen Chicken Katsu Sando mit frittiertem Pouletschenkel, Tamago Sando mit cremiger Eifüllung und Fried Chicken Tamago Sando. Die Inspiration hierfür stammt aus japanischen Convenience Stores, in denen Sandos als schneller Snack zum Alltag gehören. Dazu gibt es Furikake-Fries und einen Highball mit hausgemachtem Yuzu-Likör. Die Gerichte sind unkompliziert, werden auf die Hand serviert und passen perfekt zu einem Sommerabend zwischen See und Heimweg.

Adresse: Fed Restaurant & Bar, Pilatusstrasse 46, 6003 Luzern
Öffnungszeiten: Bis Ende September jeweils Mittwoch bis Samstag ab 17.30 Uhr und sonntags ab 14.30 Uhr.
fed-restaurant.ch


Corinne Husmann
Corinne Husmann
Autorin
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