Deshalb könnte der berühmte Katzenkaffee so einzigartig schmecken
Eine neue Studie zeigt, dass die Kaffeebohnen, die durch den Dram der Katzen gewandert sind, eine andere chemische Zusammensetzung haben.
Der »Kopi Luwak« ist für seinen einzigartigen Geschmack bekannt – und dafür, dass die Kaffeebohnen vor der Röstung durch den Verdauungstrakt der Zibetkatzen wandern müssen. Jetzt sagen Forschende, dass sie den Grund für den besonderen Geschmack gefunden haben könnten, berichtet der Guardian. Deshalb ist das Produkt nicht nur selten, sondern auch teuer: Etwa 150 Euro kostet ein halbes Kilogramm Bohnen.
Die ungerösteten Bohnen aus dem Verdauungstrakt der Katzen sollen einen anderen Fettgehalt haben als jene Bohnen, die per Hand vom Baum geerntet werden.
Fermentation im Darm
»Wir glauben, dass die Fermentation im Darm das Geschmacksprofil verändert«, wird Palatty Allesh Sinu, Mitautor der Studie von der Zentraluniversität Kerala, Indien, zitiert, »die Enzyme und das Mikrobiom, die an der Fermentation beteiligt sind, unterscheiden sich vom manuellen Fermentationsprozess.«
Mit den Ergebnissen der Studie hoffen die Forschenden, das Geschmacksprofil des Kaffees erklären zu können. »Fette und Öle sind wesentliche Bestandteile von Aromastoffen«, so Sinu.
Veränderung durch Röstung
Weiters weisen die Forschenden darauf hin, dass es weitere Faktoren gibt, die den Geschmack der Bohnen beeinflussen können. »Der Geschmack entwickelt sich hauptsächlich durch das Rösten und die dabei auftretenden chemischen Veränderungen«, so Ramit Mitra, der ebenfalls an der Studie mitwirkte. Es ist jedoch weitere Forschung notwendig, um zu bestätigen, inwieweit das Geschmacksprofil durch das Rösten selbst verändert wird.
Tierschützer:innen äußern seit Jahren Bedenken über die Haltung der Katzen. Diese sollen teilweise unter Bedingungen ähnlich denen in Legebatterien gehalten werden.