Ehemaliger »Amador«-Küchenchef kocht künftig im »Stuttnerhof«
David Fleckinger übernimmt ab Sommer die Küchenleitung im »Stuttnerhof« am Bisamberg und bringt Erfahrung aus der österreichischen Spitzengastronomie ins Wirtshausformat.
Mit einem klaren Bekenntnis zur Einfachheit und zum ehrlichen Handwerk startet der »Stuttnerhof« am Fuße des Bisambergs in eine neue kulinarische Phase, denn David Fleckinger übernimmt künftig die Küchenleitung und wird das gastronomische Profil des Hauses prägen.
Damit holt sich das Wirtshaus einen Koch an Bord, der in der österreichischen Spitzengastronomie kein Unbekannter ist. Fleckinger war viele Jahre prägende Kraft im Wiener »Amador« und arbeitete dort Seite an Seite mit Juan Amador. In dem Drei-Sterne-Haus war er maßgeblich an der Entwicklung einer Küche beteiligt, die für technische Präzision, kreative Kontraste und höchstes handwerkliches Niveau steht. Nach 13 Jahren wechselt Fleckinger nun die Bühne. Ab Sommer übernimmt er die Küche im »Stuttnerhof« und bringt damit eines der spannendsten Profile der heimischen Gastronomie ins klassische Wirtshaus.
»David bringt dafür genau die richtige Mischung mit: viel Erfahrung, ein starkes Gespür für Geschmack und gleichzeitig die Lust, Küche wieder auf das Wesentliche herunterzubrechen. Es geht uns um Wirtshausküche, aber nicht beliebig. Um Einfachheit, aber nicht simpel. Um Teller, bei denen man merkt, da hat sich jemand Gedanken gemacht, ohne dass es laut werden muss«, so Alexander Dearing, Patron im »Stuttnerhof« gegenüber Falstaff.
»Wir wollen keine Chichi-Küche«
Der »Stuttnerhof« positioniert sich bewusst als bodenständiges, aber zeitgemäßes Wirtshaus. Im Mittelpunkt sollen künftig ehrliche Gerichte, hochwertige Produkte und eine klare, reduzierte Küche stehen. Auf Inszenierung und klassische Fine-Dining-Elemente wird dabei verzichtet. Statt komplexer Erklärungen oder verspielter Präsentationen setzt das Haus auf Verständlichkeit und Geschmack im Vordergrund. »Der Stuttnerhof soll kein Ort werden, an dem man mit weißen Handschuhen am Teller vorbeigeht oder jedes Gericht erst erklärt bekommen muss. Wir wollen keinen Fine-Dining-Schauplatz und keine Chichi-Küche. Unser Anspruch ist ein anderer: Ein richtig guter Essplatz in Bisamberg«, so Dearing.
Der offizielle Start der neuen Küchenlinie ist für den Sommer geplant. Bis dahin wird im Hintergrund gearbeitet, verkostet, verworfen und geschärft. Während Fleckinger die kulinarische Verantwortung übernimmt, bleibt Alexander Dearing weiterhin Wirt und Gastgeber. Er bleibt zentrale Ansprechperson für Gäste und verantwortet den Rahmen des Hauses. »Gemeinsam wollen wir daraus eine klare, stimmige Geschichte machen«.