Neueröffnung in Wien: In diesem Café wird mit Österreichs erstem vollelektrischen »Shop Roaster« geröstet
In der Leopoldstadt hat mit dem »Kafana« ein neues Kaffeehaus eröffnet. Mit vollelektrischer Röstmaschine und veganem Bananenbrot aus geretteten Bananen.
Das »Kafana« in der Heinestraße in der Leopoldstadt hat sich die Sonnenseite des Lebens ausgesucht: Die Fassade des neu eröffneten Cafés wird von der warmen Herbstsonne in goldene Farben getaucht. Eine reduzierte Grafik an den übergroßen Fenstern verrät Passant:innen, dass sich im Inneren das neueste Grätzlcafé befindet.
Geleitet wird das »Kafana« von Robert Mitmansgruber, der schon lange den Traum hegte, ein eigenes Café zu eröffnen. »Ich habe mich im Wiener Rösthaus zum Barista ausbilden lassen«, so Mitmansgruber, der währenddessen auch an seiner Idee für sein erstes eigenes Kaffeehaus gearbeitet hat: Ein kleines Café mit eigener Rösterei.
Ein Plan, der aufgegangen ist. Aktuell ist Mitmansgruber, der erste und einzige Röster in Österreich, der mit einem sogenannten »Shop Roaster«, also einer vollelektrischen Röstmaschine, arbeitet. »So kann ich relativ einfach frischen Kaffee in kleinen Mengen rösten. Die Bohnen verwende ich dann bei mir im Café und biete ich zum Verkauf für Home-Baristas an«, erklärt der Barista. Eine Röstung mit 1,5 Kilogramm ist so in etwa zehn Minuten fertig. In die Maschine der Marke »Bellwether Coffee« können 20 Kilogramm auf einmal gefüllt werden.
Kaffeespezialitäten und darüber hinaus
Wer die frisch gerösteten Bohnen probieren möchte, kann dies gleich im Café tun. Mitmansgruber bietet fünf verschiedene Sorten Rohkaffee an. Auch Favoriten der Gäste kristallisieren sich bereits heraus, berichtet Mitmansgruber im Gespräch mit Falstaff: »Die Gäste mögen am liebsten den klassischen Cappuccino mit Bohnen aus Brasilien.« Der Siebträger kommt aus dem Hause »La Marzocco«. Für jene, die keinen Kaffee mögen, gibt es Rami-Tees, eine Auswahl an Bio-Limonaden und Säften.
Die Mehlspeisen bezieht Mitmansgruber von der Bäckerei Grimm in der Inneren Stadt. Einzig das Bananenbrot bezieht er von einem anderen Anbieter: »Das vegane Bananenbrot wird von >Bananig< mit geretteten Bananen gebacken, sie kooperieren auch mit der Lebenshilfe.« So wird auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet.
Mitten im Zweiten
Die Location war für den Barista ein echter Glücksgriff: »Es gibt viel Laufkundschaft und das Café ist in unmittelbarer Nähe zum Praterstern. Durch die Nebenfahrbahn ist es auch schön ruhig.« Früher war in dem Geschäftslokal die »Lunzers Maß-Greißlerei«. Und warum eigentlich der Name »Kafana«? »Das Wort ist am Balkan sehr geläufig und bezeichnet ein kleines Café, in dem die Leute zusammenkommen, um einen Kaffee oder ein Bier zu trinken. Mir gefällt der Community-Gedanke«, so Mitmansgruber.
Auch für die Zukunft hat Mitmansgruber schon einige Ideen: »Ich möchte Workshops anbieten, in denen man den Kaffee auch kennenlernen kann und sich mit dem Rösten vertraut machen kann. Interessierte sollen auch die Möglichkeit haben, sich den Kaffee für daheim zu rösten.«
Infos:
Heinestraße 35, 1020 Wien
Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr
kafana-coffee.at