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Larissa Andres und Jonathan Wittenbrink

Larissa Andres und Jonathan Wittenbrink
© Kristina Mitrovic-Schwomma

Nach dem »Jola« kommt das »Lara«: Neues veganes Lokal in Wien

Neueröffnung
Vegan
Kulinarik
Wien

Mit dem »Jola« haben Larissa Andres und Jonathan Wittenbrink Wiens erstes veganes Fine-Dining-Restaurant etabliert – nun folgt mit dem »Lara« ihr zweites Lokal.

Ein neues Restaurant sorgt bereits vor seiner offiziellen Eröffnung für Gesprächsstoff in Wiens Gastroszene: Das »Lara«, das zweite Lokal von Larissa Andres und Jonathan Wittenbrink, öffnet am 15. Juli seine Türen – zunächst in Form eines Soft Openings am Abend.

Bekannt wurde das Duo durch das »Jola«, Österreichs erstes veganes Fine-Dining-Restaurant, das seit seiner Eröffnung konsequent auf tierfreie Küche setzt und sich damit in kurzer Zeit eine treue Fangemeinde erarbeitet hat. Mit dem »Lara« schlagen sie nun ein neues Kapitel auf – räumlich nur einen Katzensprung vom zweiten Restaurant entfernt, konzeptionell aber deutlich verspielter.

Spontanität statt Speisekarte

Noch gibt es keine veröffentlichte Speisekarte – bewusst. Küchenchef Jonathan Wittenbrink, ehemals Sous-Chef im »Tian«, hält sich gerne die Freiheit offen, Gerichte bis zuletzt zu verändern. Sicher ist aber: Der kreative Zugang bleibt. So stehen etwa Piemonteser Haselnüsse mit Szechuanpfeffer, verschiedene Varianten von Focaccia sowie ein sommerliches Gericht mit Tomaten, Pfirsich und Feigenblatt auf dem vorläufigen Plan. Wenn das Wetter mitspielt, werden Steinpilze à la minute gegrillt – dazu Heidelbeeren vom Beerenberg.

Ein besonderes Dessert stammt aus Wittenbrinks Kindheit: Spaghetti-Eis, hier interpretiert mit Popcorn und Karamell. Gäste sollen etwa drei bis vier Gerichten pro Person wählen – geteilt werden darf, muss aber nicht.

Viel Neues – auch im Glas

Die Getränkekarte spiegelt die experimentierfreudige Linie des »Lara« wider: Ein Großteil der Drinks ist alkoholfrei. Botanische Destillate, kreative Tonics oder Essenzen abseits von Standard-Limo und Eistee sollen ein spannendes Trinkerlebnis bieten. Wer Alkoholisches sucht, wird bei ausgewählten Weinen, Bieren und einigen Cocktails fündig. Die Weinkarte wurde gemeinsam von Larissa Andres, Jonathan Wittenbrink und Friederike Duhme zusammengestellt – letztere wird auch im Service mitarbeiten.

Team statt Titel

Ein klassisches Sommelier-System sucht man im »Lara« vergebens. Stattdessen übernimmt das gesamte Team wechselnd Beratung und Service. Mit dabei sind unter anderem Anna-Marie Brouwer (zuvor »Café Kandl«) und Lauri Krüger (zuletzt »Café Azzurro«). Besonders erfreulich für das Gründerduo: Einige Mitarbeitende hatten sich bereits vor über einem Jahr initiativ bei »Jola« beworben und starten nun im »Lara«. Etwa Michelle Herlina Laura, die zuletzt unter der bekannten Schweizer Spitzenköchin Zizi Hattab gearbeitet hat.

Raum mit Konzept – auch ohne Tische

Noch ist nicht alles fertig – die maßgefertigten Lavastein-Tische werden erst im August geliefert. Doch vom Zeitplan wollte man sich nicht aufhalten lassen. Gestaltet wurde das Restaurant gemeinsam mit Architekt Christian KnappKLK x BFA«), der bereits das »Jola« mitentwickelte. Für das grafische Erscheinungsbild war erneut das »Bureau F« verantwortlich.

Ab September ist eine Erweiterung des Angebots geplant: Frühstück und Lunch sollen folgen, ein genauer Starttermin steht noch aus. Fürs Erste bleibt das »Lara« ab dem 15. Juli abends geöffnet – Dienstag bis Samstag, jeweils von 17:30 bis 23 Uhr.


 

Kristina Mitrovic
Kristina Mitrovic
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