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Bei den Weinen von Judith Beck stehen Natürlichkeit und Identität im Mittelpunkt.

Bei den Weinen von Judith Beck stehen Natürlichkeit und Identität im Mittelpunkt.
© Helena Lea Manhartsberger

Burgenlands Weinmacher: Vielfalt statt uniformität

Burgenland
Winzer
Winzerin
Weingut

Kaum ein anderes heimisches Anbaugebiet verfügt über eine derartige Vielfalt an Weinen. Galt das Burgenland unter Genießern noch vor einigen Jahren als reine Hochburg vollmundiger Rotweine, schätzt man heute alle möglichen Varianten. Die burgenländischen Winzer zeigen vor, wie es geht.

Es gibt kaum einen Weinstil, den die burgenländischen Winzer:innen nicht abdecken. Was ihnen dabei hilft: unterschiedliche Mikroklimata und ein Wechselspiel an diversen Bodenformationen. Aber auch die unterschiedlichen Charaktere der Winzer:innen prägen deren Weine. Die einen mögen es klassisch, die anderen nutzen den neuesten Stand der Kellertechnologie und die nächsten wollen es möglichst pur und natürlich. Gerade die Diversität macht den Reiz burgenländischer Gewächse aus.

Das kommt auch den Anforderungen des Markts entgegen: Weinliebhaber:innen von heute wollen Vielfalt statt Uniformität. Man sucht die Einzigartigkeit, den unverwechselbaren Charakter im Wein. Die Individualität. Dabei darf er ruhig auch Ecken und Kanten haben, darf polarisieren. Worin man sich einig ist: Der Wein soll Freude bereiten, soll animieren und berühren. Denn Wein ist gelebte Kultur. Burgenländischer Wein spiegelt somit auch die wechselvolle Geschichte des östlichsten Bundeslands von Österreich wider.

Ein Blick in die Geschichte

Schon früh begann hier der Weinbau – Funde weisen darauf hin, dass bereits in der Römerzeit Wein angebaut wurde. Eine erste Hochblüte erlebte er unter Karl dem Großen Ende des 8. Jahrhunderts, der erstmals auch fränkische Rebsorten pflanzen ließ, die er für wertvoller hielt als die hunnischen (heunischen). Später dann, unter den Magyaren, wurde der Weinbau von den Klöstern übernommen. Vor allem die Benediktiner und später die Zisterzienser taten sich mit erstaunlicher önologischer Expertise hervor.

Die Mönche waren es dann auch, die im 13. Jahrhundert die Sumpfgebiete am nordöstlichen Ufer des Neusiedler Sees in Weinbau- und Ackerlandschaft umwandelten. Vor allem der Weinanbau erlangte zunehmend an Bedeutung in der Region, es kam sogar zu Klassifizierungen besonders guter Rieden. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erlebte der Weinbau einen Niedergang. Kriege, Epidemien und die Erlaubnis zum Bierbrauen ließen die Rebkultur verblassen. Unter Kaiserin Maria Theresia und ihrem Sohn Josef II. blühte im 18. Jahrhundert die Weinwirtschaft wieder auf.

Schließlich brachten eingeschleppte Pilzerkrankungen und vor allem die Reblaus im späten 19. Jahrhundert sowie die beiden Weltkriege den Weinbau im Burgenland fast völlig zum Erliegen. Kaum hatte man sich berappelt, brach die nächste Krise über die Weinbauern herein: Beim sogenannten Weinskandal wurden auch im Burgenland mancherorts Weine gepanscht, also mit Diethylenglykol versetzt, um billig produzierten Wein aufzupeppen. Eine Zäsur in der Weinbranche mit positiven Folgen, nicht zuletzt durch das strenge Weingesetz, das man daraufhin verabschiedete.

Herbert, Ernst und Gerhard Triebaumer setzen bei der Gesunderhaltung des Bodens auf eine ganzjährige Beweidung der Weingärten mit Schafen.
Foto beigestellt
Herbert, Ernst und Gerhard Triebaumer setzen bei der Gesunderhaltung des Bodens auf eine ganzjährige Beweidung der Weingärten mit Schafen.

An der Weltspitze

Auch im Burgenland etablierten sich nunmehr Winzer:innen, die Qualität als oberste Prämisse lebten. Aus allen Anbauregionen des kleinen Bundeslands taten sich junge, ehrgeizige Weinmacher:innen hervor, die Weine kelterten, die sich mit den besten weltweit messen konnten. Das Burgenland galt nunmehr als die beste Rotweinanbauregion Österreichs.

Waren es zu Beginn noch internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon oder Merlot, die statt Welschriesling, Muskat Ottonel & Co. ausgepflanzt wurden, besann man sich bald auf heimische rote Sorten. Allen voran Blaufränkisch, der sich nach und nach als die geeignetste rote Rebsorte herausstellte, aber auch Zweigelt und Sankt Laurent übernahmen eine führende Rolle. Man erkannte, dass sie sich nicht nur an die klimatischen Verhältnisse perfekt anpassten, sondern auch mitunter Rotweine von Weltformat ergaben.

Blaufränkisch etwa besitzt beste Voraussetzungen für einen großen Wein. Er besitzt nicht nur Struktur und Tiefgang, sondern ist in der Lage, seine Herkunft präzise abzubilden. Denn das ist es, was Weinkenner:innen weltweit suchen: individuelle, terroirgeprägte Gewächse mit Langlebigkeit. Aus allen Regionen kamen nunmehr Blaufränkisch, die sich mit den besten Weinen der Welt messen konnten.

Als einer der ganz großen Pioniere erstklassiger Blaufränkisch-Weine gilt sicher Ernst Triebaumer, der sich bei einer hochkarätig besetzten Blindverkostung mit seinem Blaufränkisch der Toplage Mariental 1986 erstmals gegen etliche renommierte Bordeaux-Häuser durchsetzte. Der erste heimische Kultrotwein war geboren. Ernst Triebaumer kümmerte sich nie um Moden und Trends – er wusste immer schon, dass Blaufränkisch eine erstklassige Sorte war, wenn man ihr beste Pflege und Sorgfalt angedeihen ließ. Der willensstarke Ruster Winzer verstand auch als einer der Ersten, dass Blaufränkisch aus besten Lagen so pur wie möglich ausgebaut werden sollte, um seinen individuellen Charakter und seine Vielschichtigkeit zu belassen.

Heute wird das Weingut von seinen Söhnen Gerhard und Herbert geführt, die dem Vater in puncto Eigenwilligkeit um nichts nachstehen. Eigenschaften, die sich in all ihren Weinen widerspiegeln. Große Charaktere mit Tiefgang. Naturschonende, biologische und ernsthaft nachhaltige Bewirtschaftung ist bei ihnen keine Marketingstrategie, sondern wird gelebt: Von den Schafen in den Weinbergen über selbst produzierten Kompost bis zum energieautarken Weingut – bei den Triebaumers steht verantwortungsbewusstes Wirtschaften an der Tagesordnung.

Mittelburgenland ist Blaufränkischland

Aber auch in allen anderen Weinregionen setzte man nunmehr auf Blaufränkisch. Im Mittelburgenland wird die Rebsorte zum Aushängeschild der Region. Neben körperreichen Cuvées aus regionalen und internationalen Sorten werden zunehmend Blaufränkische aus der sonnenverwöhnten Anbauregion zum Markenzeichen.

Winzer wie Engelbert Gesellmann, Anton Iby und Josef Gager erreichen mit reinsortigem Blaufränkisch aus Spitzenlagen Anerkennung im In- und Ausland. So etwa vinifiziert Silvia Heinrich, die das Weingut ihres Vaters übernahm, inzwischen vorwiegend die heimische Sorte. Neben vielen namhaften Produzenten von kräftigen Rotweinen, zu denen auch »Die Winzer Neckenmarkt« und K+K Kirnbauer zählen, zeigen aber auch einige mittelburgenländische Weingüter die elegante Seite des Blaufränkisch wie Wellanschitz oder Franz Weninger. Was Franz Weninger senior begann, setzt Junior Weninger noch kompromissloser durch: kühle, zarte Blaufränkische, die ihre Herkunft klar zeigen und enormen Tiefgang besitzen.

Für internationale Furore mittelburgenländischer Blaufränkisch-Weine sorgt ausgerechnet ein Winzer aus dem Nordburgenland. Roland Velich gründete 2001 gemeinsam mit dem südburgenländischen Kultwinzer Erich Krutzler die Marke »Moric« und verblüffte die Welt mit feingliedrigen Blaufränkisch aus Neckenmarkt und Lutzmannsdorf. Nach dem Ausstieg von Krutzler führte Velich das Unternehmen alleine weiter. Heute zählt er zu den ganz großen Rotweinproduzenten und darf sich schon auch einmal über Höchstbewertungen aus dem Hause Parker erfreuen.

Aber auch Nachwuchstalente wie Gober & Freinbichler zeigen ein Händchen für die Rebsorte: Zwei Quereinsteiger, einer aus Horitschon, der andere aus Salzburg, eröffnen einer jungen Generation an Weinliebhabern die mittelburgenländische Weinwelt. Geringer Alkohol, Finesse und Herkunftscharakter sind die Erfolgszutaten der beiden Neowinzer.

Meisterliches aus den Regionen

In noch einer Region feiert Blaufränkisch große Erfolge: Im Südburgenland am und rund um den Eisenberg zeigt man eine weitere Variante des Alleskönners. Erich Krutzler und Uwe Schiefer entdeckten das einzigartige Terroir des Eisenbergs. Jahrzehntelang wurden die Lagen am Eisenberg nicht mehr bewirtschaftet. Zu trocken, zu karg und zu mühsam zu bewirtschaften, hieß es lange Zeit. Die beiden ließen sich nicht abhalten und eröffneten Rotweinliebhaber:innen ein völlig neues Gesicht von Rotwein.

Die Blaufränkischen vom Eisenberg sind geprägt von den schieferhaltigen Böden und zeigen eine eindringliche Würze, bleiben dabei aber rank und schlank. Nach Erich Krutzlers Abgang in die Wachau führte sein Bruder Reinhold das Weingut erfolgreich weiter und Uwe Schiefer wurde mit seinem Blaufränkisch der Lage Reihburg und Szapary zum gefeierten Star des Eisenbergs. Heute bauen zahlreiche Winzer der Region an und um den Eisenberg Blaufränkisch an. Kopfensteiner, Jalits oder Groszer Wein wissen das Terroir zu ihren Gunsten zu nutzen und bringen spannende Vertreter der großen Sorte auf den Markt.

Neben dem Eisenberg zählt auch der Leithaberg zu den wohl interessantesten Großlagen, wenngleich sich die Bodenformationen wesentlich unterscheiden. Dominiert am Eisenberg der Schiefer, zeichnet sich der Leithaberg durch Muschelkalkböden aus. Engelbert Prieler zeigte schon in den späten 1990er-Jahren, wie charakterstark die Rotweine von dort sein können. Ein außerordentliches Gespür für Wein, eine unstillbare Neugierde und eine Leidenschaft für das Hauerwesen sind die wesentlichen Parameter des charismatischen Winzers. Heute entwickelt sein Sohn Georg Prieler das Werk des Vaters weiter. Auch Thomas Schwarz vom Weingut Kloster am Spitz zeigt, wie charakteristisch Weine vom Leithaberg sein können. Sein Blaufränkisch »Rohrwolf« erlangte Kultstatus. Ein ruhiger Winzer, der immer noch ein Geheimtipp ist.

Auch eine andere heimische rote Rebsorte konnte sich in den letzten Jahren etablieren: Sankt Laurent. Lange stand er im Schatten seines bekannten Bruders, dem Pinot Noir, bis einige Winzer das Potenzial der Burgundersorte erkannten. Josef Umathum ist einer der Pioniere, dem große Weine aus der scheinbar kleinen Sorte gelangen. Ihr ganz großer Meister ist wohl Hannes Schuster, der aus besten Lagen rund um St. Margarethen dem Sankt Laurent zu Glanz und Größe verhalf. Kaum jemand versteht es, das Wesen, die Essenz und die Vornehmheit der Sorte so präzise zu erfassen und wiederzugeben wie der zurückhaltende Winzer. Aber auch Gerhard Pittnauer aus Gols hat ein Händchen für die schwierige Sorte. Er gibt ihr ein anderes Gesicht: Seine Sankt Laurents sind wilder, ungezügelter, aber ebenso faszinierend.

Die großen Player

Wesentlich bekannter sind zwei Weinmacher, die es geschafft haben, auch in einem günstigen Preissegment in großer Menge Rotweine zu produzieren, die nicht nur einer breiten Masse gefallen, sondern auch gut gemacht sind. Erich Scheiblhofer aus Andau ist Meister unkomplizierter, fülliger und samtweicher Rotweine. Dabei hilft ihm nicht nur der sonnenreichste Ort des Burgenlands, Andau, sondern auch sein angeborenes Geschick. Zum Wein kommen auch noch ein gigantisches Hotel mit allen Raffinessen sowie ein Fine-Dining-Restaurant.

Nicht weniger begabt in Sachen Selbstvermarktung: Leo Hillinger. Den Joiser Winzer kennt man nicht nur aus dem TV, sondern auch ob seiner zugänglichen Weiß- und Rotweine, die man selbst im Supermarktsegment in erstaunlicher Qualität findet. Auch ein anderer großer und nicht minder bekannter Player liefert zuverlässig gute Qualität ab: das Weingut Esterházy. Das Adelsgeschlecht spielte in der Geschichte des burgenländischen Weinbaus schon früh (1758) eine Rolle. Ein Denkmal setzte etwa Fürst Paul Esterházy, als er eine Inschrift in ein Fass schnitzen ließ, die auf einen Dessertwein aus dem Jahre 1526 aus Donnerskirchen hinweist, den sogenannten »Lutherwein«. Am Fassinhalt durften sich auserwählte Weintrinker über 300 Jahre lang gütig tun. Auch in der Gegenwart zählt Esterházy zu einem der führenden Weingüter der Region.

Boutiqueweingüter

Doch nicht nur bekannte Namen und große Betriebe, auch kleine Boutiqueweingüter, begeisterte junge Quereinsteiger:innen sowie Individualist:innen prägen die burgenländische Weinszene, etwa Joiseph, das 2015 von Richard Artner, Xandl Kagl und Luka Zeichmann gegründet wurde. Sie begannen quasi mit nichts und bewirtschaften heute – biologisch – acht Hektar Weinberge in besten Joiser Lagen. Im Keller üben sie sich in Zurückhaltung, um die Weine – von weiß über orange bis zu rot – so unverfälscht wie möglich abzufüllen.

Auch das burgenländisch-spanische Winzerpaar Lichtenberger-González zeigt eindrücklich, wie viel Grandezza Gewächse vom Leithaberg besitzen. Geprägt von den einzigartigen Muschelkalkböden, pur und voller Temperament präsentieren sich ihre Weine, wobei sie auch nicht vor alten regionalen Rebsorten wie Muskat-Ottonel zurück schrecken, die sonst oft nur für Süßweine verwendet wird. Ihr Muskat-Ottonel kommt von uralten Reben, die bereits der Großvater pflanzte, wächst auf feinsten Kalksteinböden und beweist, dass auch aus unterschätzten Rebsorten große Weine entstehen können, wenn man sie gut behandelt.

Auch Michael Wenzels Liebe gilt einer alten ungarischen Sorte, die im burgenländischen Rust einst für Ruhm sorgte und dann beinahe in Vergessenheit geriet: dem Furmint. Bereits sein Vater erkannte das Potenzial der weißen Sorte, die das önologische Aushängeschild der österreichisch-ungarischen Monarchie war und als besonders edel galt. Heute kennt man sie vorwiegend von den süßen Tokajs aus der gleichnamigen ungarischen Anbauregion. Doch die Familie Wenzel sorgte für ein fulminantes Comeback des Furmints in Rust und Michael Wenzel gilt als ihr ganz großer Meister. Er baut ihn in allen möglichen Varianten aus unterschiedlichen Einzellagen aus und zeigt, dass er wie kaum eine andere weiße Rebsorte das burgenländische Terroir abbildet.

Inzwischen bauen viele Ruster Winzer Furmint auch wieder trocken aus, etwa Heidi Schröck, die ihm einen ganz besonderen Ausdruck verleiht, aber auch Kurt Feiler-Artinger, der neben tollen Rotweinen auch für seinen edelsüßen Furmint Ruster Ausbruch bekannt ist. Selbst in anderen burgenländischen Regionen feiert die Sorte eine furiose Renaissance – wie etwa bei Stefan Wellanschitz aus dem Mittelburgenland, der sich unter dem Namen »Kolfok« auf Weißweine spezialisiert. Neben Furmint baut der junge Ausnahmewinzer auch Welschriesling oder Grünen Veltliner aus und knüpft so an die einst große burgenländische Weißweintradition an. Stefan Wellanschitz versteht es, ihnen ihren ganz eigenständigen Charakter zu verleihen: hochelegante Weißweine, die ein völlig anderes Mittelburgenland zeigen, als man es bislang kannte.

Das Weingut Liegenfeld in Donnerskirchen ist eingebettet zwischen dem Leithagebirge und dem Neusiedler See. Mit rund 85 Prozent der Rebfläche sind die Weißweinsorten die Hauptakteure an der Weingartenfläche. Das zeigt die Passion der Liegenfelds für den Weißweinanbau. Seit 1996 arbeiten die Winzer Liegenfeld, Sommer und Bayer an der Steigerung der Weinqualität und des Niveaus und vertreten gemeinsam die Marke »Weinquartett«.

Früh schon zeigte auch die Familie Velich, dass im Burgenland große Weißweine entstehen können. Mit ihrem Chardonnay Tiglat sorgte sie schon vor gut einem Vierteljahrhundert für Furore. Der Betrieb, der heute von Heinz Velich geführt wird, hat sich ganz auf Weißweine und Süßweine fokussiert. Ein Bereich, der dank Alois Kracher und seinem Sohn Gerhard zu internationalem Ruhm gelangte. Die Winzerlegende sorgte fast im Alleingang dafür, dass die edlen Botrytis-Süßweine in jedem führenden Gourmettempel der Welt gelistet wurden.

Aus demselben Ort kommt auch ein anderer großer Weinmacher, der einen völlig anderen Weg ging und somit das önologische Burgenland der Gegenwart entscheidend prägt: Christian Tschida wurde zu Beginn als einer der »Batonnage Boys« bekannt, wo er gemeinsam mit Markus Altenburger, Gerhard Kracher, Florian Gayer und Erich Scheiblhofer einen kräftigen Rotwein internationalen Formats kreierte, der die Weinwelt aufwirbelte.

Seine eigenen Weine hingegen besitzen eine andere, ganz eigene Stilistik: herausragende Gewächse aus Illmitzer Lagen und vom Leithaberg, die in Sachen Eindringlichkeit und Stringenz neue Dimensionen aufzeigen. Christian Tschida ist in der internationalen Natural-Wine-Szene ein Star und hierzulande eine Ikone.

Pannobile Winzer

Vor allem das Nordburgenland, insbesondere Gols, gilt als eines der Epizentren der Natural-Weine Österreichs. Gernot und Heike Heinrich, Gerhard und Brigitte Pittnauer oder Judith Beck produzieren Natural-Weine, die wegweisend sind. Sie alle gehören zur Gruppe der »Pannobile Winzer«, die vor 30 Jahren angetreten war, dem burgenländischen Wein einen neuen Selbstwert zu verleihen.

Unter ihnen etablierten sich junge Talente wie Andreas Gsellmann, bekannt geworden mit herausragenden maischevergorenen Traminern, die der Rebsorte ein völlig anderes, spannendes Gesicht gaben, der jungen Nittnaus-»Bande«, Claus Preisinger, dem Meister charakteristischer Blaufränkisch und Burgunder, den Geschwistern Renner unter dem Label »Renner Sistas and Brothers«, die mit ihren so fröhlichen wie köstlichen Orange-Weinen eine neue Generation an Weinmachern verkörpert – und somit die Türen öffnet für eine junge Generation an Weinenthusiasten.

Bestenliste: Die besten Winzer aus dem Burgenland


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Christina Fieber
Autor
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