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Das Geheimnis perfekter Zimtschnecken: Tipps von Bäcker-Profi Peter Ostendorf

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Am 4. Oktober verwandelt sich Skandinavien in eine riesige Bäckerei und es dreht sich alles um die Zimtschnecke. Peter Ostendorf von »Mel&koffie« erklärt, worauf es bei der perfekten Zimtschnecke ankommt.

Am 4. Oktober wird in Schweden, Norwegen und Finnland der »Kanelbullens dag« gefeiert – der Tag der Zimtschnecke. Eingeführt 1999 vom schwedischen »Hembakningsrådet«, dem Rat für Heimbacken, hat er sich zu einem fixen Datum im Kalender entwickelt. Millionen Zimtschnecken werden an diesem Tag verkauft oder selbst gebacken.

Worauf kommt es bei einer guten Zimtschnecke an? Peter Ostendorf  von »Mel&Koffie« erklärt im Gespräch mit Falstaff: »Das wichtigste ist die Qualität der Zutaten – besonders auf die Butter kommt es an.« Entscheidend sind drei Elemente: ein weicher, luftiger Germteig, ausreichend Butter und die Mischung aus Zucker und Zimt. In Schweden wird er häufig mit Kardamom verfeinert, was der Schnecke ihre besondere Note gibt.

 

Peter Ostendorf von »Mel&Koffie«
© mel&koffie_juljan skurani
Peter Ostendorf von »Mel&Koffie«

Der Teig sollte lange genug gehen, um Aroma zu entwickeln, so Ostendorf: »Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Zeit. Der Teig sollte lange genug Ruhe bekommen, um zu gehen und auch die Backzeit sollte langsam sein.«

Regionale Unterschiede zeigen, wie variantenreich das Gebäck ist. Während in Schweden die »Kanelbulle« meist weniger süß ist, sind US-amerikanische Cinnamon Rolls größer, klebriger und oft mit Frischkäseglasur überzogen. Die Germ-Variante ist momentan die beliebtere, so Ostendorf. In Dänemark wiederum heißen sie »Kanelsnegle« und werden traditionell schneckenförmig gerollt, in Finnland spricht man von »Korvapuusti«, wörtlich übersetzt »Ohrfeige«.

Saisonale Vorlieben

Auch in Österreich haben Zimtschnecken in den vergangenen Jahren ihren Platz in Bäckereien und Cafés gefunden – nicht selten als Trendgebäck, das auch Instagram-tauglich ist. Kreative Füllungen erweitern das Spektrum: Manche Bäcker:innen arbeiten mit Haselnusscreme oder Apfelstückchen, andere kombinieren Zimt mit Mohn, Pistazien oder gar Salzkaramell. So auch bei »Mel&koffie«: »Sehr beliebt sind Varianten mit Mohn und Kakao. Aber auch die saisonalen Sorten kommen bei unseren Gästen sehr gut an.« Selbst vegane Varianten erfreuen sich großer Beliebtheit.

Miriam Al Kafur
Digital Redakteurin
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