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© Bunzai

Der beste Burger der Schweiz: «Bei uns stehen sogar Sterneköche an»

Streetfood Guide Schweiz 2025
Interview
Burger
Zürich
Schweiz

Smash or…? Smash! Mao Heng und sein Team smashen im «Bunzai» seit Anfang 2024 Burgerpatties, mit Erfolg. Ihr Burger wurde erneut zum besten der Schweiz gekürt. Im Gespräch mit Falstaff verrät Heng, wo er seinen allerersten Smashburger gegessen hat und was er und sein Team anders machen als andere Burgerläden.

Bereits zum zweiten Mal in Folge wurde «Bunzai» von der Falstaff-Community zum besten Burgerladen der Schweiz gekürt. Für Gründer Mao Heng ist diese Auszeichnung eine Bestätigung und Ansporn zugleich: «Wir sind ein junges Team. Wir machen Burger, die uns selbst schmecken – dass das so gut ankommt, ist unglaublich», sagt er im Gespräch mit Falstaff. Die zweite Auszeichnung macht ihn besonders stolz: «Dass wir die Qualität halten konnten, bedeutet mir enorm viel.»

 

Bei Qualität macht Mao Heng keinen Kompromiss.
© Bunzai
Bei Qualität macht Mao Heng keinen Kompromiss.

In seinen ersten Smashburger biss Mao Heng vor über einem Jahrzehnt im «Shake Shack». Nicht etwa in den USA, sondern am Flughafen in Dubai. Seine amerikanophilen Freunde hatten ihm die Burgerkette empfohlen. Anfangs wollte er eine Kopie des «Shake Shack»-Burgers in die Schweiz bringen. Doch schnell wurde ihm klar, dass er nicht den Burger, sondern das Erlebnis imitieren möchte. «Du sollst in den Burger beissen und denken: Wow, ist das ein krasser Burger!», erklärt Mao Heng, «wie ich damals in Dubai.» So entwickelte das «Bunzai» seine eigene Handschrift.

Qualität über alles

Wir merken, auf die Qualität legt Mao Heng besonderen Wert. Das Fleisch stammt aus Zürich und wird im eigenen Betrieb gewolft. «Nur so haben wir die volle Kontrolle über Frische und Fettanteil», erklärt Mao Heng. Einmal gewolft, tickt die Uhr – denn dann nimmt die Qualität des Fleisches rasant ab. Auch das Brot kommt frisch von einer lokalen Bäckerei. Diese Grundprodukte sind für Heng die Voraussetzung für einen richtig guten Burger. Aber sein Anspruch geht weiter.

 

Ich will Burger mit Charakter.

 

Anstatt sich an minimalistischen Smashburgern zu orientieren, geht das «Bunzai» eigene Wege. Der «Classic» kombiniert Salat, Tomate und karamellisierte Zwiebeln, beim «Bibim Shack» ersetzt Kimchi die Essiggurke, Gochujang-Mayo sorgt für Schärfe, und Schweinebauch-artiger Speck für Umami. Dazu kommen monatlich wechselnde Specials – teilweise in Zusammenarbeit mit renommierten Köch:innen oder Influencer:innen. «Unsere Kund:innen sind alles: Foodies, Bauarbeiter, Businessleute – sogar Sterneköch:innen stehen bei uns an», verrät Mao Heng.

Auch nach dem grossen Smashburger-Hype bleibt der Laden voll. Das Erfolgsrezept? Eine Kombination aus Konstanz und Kreativität. «Wir waren mit die ersten in der Schweiz – aber statt dem Hype zu folgen, sind wir unseren eigenen Weg gegangen», erzählt Mao Heng. Kritik von Gästen, sei stets willkommen. «Wenn euch etwas nicht passt, sprecht uns unbedingt an. Wir wollen besser werden.»

Neue Kreationen wie der «Omakase»-Burger – eine von Fine Dining inspirierte Kreation – zeigen: «Bunzai» versteht sich nicht als Schnellimbiss, sondern als kreative Küche mit Ambitionen. Vielleicht gibt es auch bald einen weiteren Laden. Jedoch möchte Mao Heng nichts forcieren. «Es soll organisch passieren.» Aus dem talentierten Küchenteam könnte auch ein ganz neues Konzept entstehen. Ideen gäbe es genug.

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Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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