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Das beste vegane Streetfood der Schweiz: «Foodtruck bedeutet Freiheit»

Streetfood Guide Schweiz 2025
Interview
Vegan
Foodtruck

Die Falstaff-Community hat «Jaybees» zum besten veganen Streetfood-Lokal gewählt. Im Interview erklären George und Jeanette, weshalb ihnen diese Publikumswahl mehr bedeutet als ein Jury-Preis – und welche Ideen sie als Nächstes auf die Strasse bringen.

George und Jeanette könnten kaum glücklicher sein. Ihr Foodtruck «Jaybees» wurde im Falstaff Streetfood Guide zum besten veganen Betrieb ausgezeichnet.

Entstanden ist «Jaybees» aus einem spontanen Impuls – und aus einer Portion Trotz. Jeanette arbeitete damals im Service und wollte sich im ehemaligen «Food Truck Village» in Winterthur bewerben. «Ich dachte, ich probiere das einfach mal aus. Aber George meinte nur: ‹So ein Seich – wenn schon, dann machen wir es selbst›.» Wenige Tage später stand fest: Wenn ein Foodtruck, dann ein eigener.

Kennengelernt haben sich die beiden im «Victoria-Jungfrau» in Interlaken. Jeanette kommt aus Dänemark, George aus England, beide mit gastronomischem Hintergrund. Als Jeanette Vegetarierin wurde und George laktoseintolerant, stellten beide fest, wie viel ungenutztes Potential in der pflanzlichen Küche steckt. «Es gibt so viele tolle Sachen – und fast niemand macht sie richtig gut. Wir wussten: Wir können das besser.»

Wandelbare Küche

Ein Highlight ihrer Küche ist der Crispy Filet Burger – ein seitanbasierter «KFC»-Style Burger. «Über ein Jahr haben wir an der Gewürzmischung gefeilt. Sie besteht aus neun Gewürzen», erklärt Jeanette. «Chicken mögen alle – wir haben die vegane Version kreiert, die sogar Fleischesser:innen abholt», ergänzt George. Dazu gibt es hausgemachten Ketchup und Senf sowie selbst eingelegte Gurken. Bei «Jaybees» kommt fast alles aus eigener Produktion. Ebenfalls beliebt: die Korean Wings aus Blumenkohl.

Fine Dining auf Rädern

Stillstehen kommt für die beiden nicht infrage. Stattdessen tüfteln sie an neuen Formaten: Private Dinings mit zwölf Plätzen, Supperclubs im Sommer mit Grill im Freien, Tasting-Menüs direkt aus dem Truck. «Ein ganzer Burger ist häufig zu viel – dann probiert man nur diesen. Mit Menüs können wir die Vielfalt unserer Küche zeigen», bekräftigt Jeanette. Ein stationäres Restaurant? Kommt nicht in Frage. «Der Truck ist unsere Freiheit. Wir testen, entwickeln, ziehen weiter. Keine fixen Öffnungszeiten, keine Kompromisse.»

Nächster Halt

Mitte Oktober treten sie bei den «European Streetfood Awards 2025» in München an. Dort möchten sie mit einem Zero-Waste-Blumenkohlgericht überzeugen: Die Basis bilden Blumenkohl-Wings, aus den Blättern produziert Jeanette Kimchi und der Strunk wird zu Fried Rice verarbeitet. Ausserdem servieren sie dort auch ihren Brooklyn Brioche Rüeblidog. «Veganes Brioche herzustellen ist eine echte Herausforderung, denn eigentlich lebt es von Milch und Butter. Nach langem Tüfteln haben wir es schliesslich geschafft, den Teig perfekt hinzubekommen», erzählt George stolz. Das Rezept stammt von einem bekannten deutschen Koch.

Wer wissen möchte, wo «Jaybees» als Nächstes Halt macht – oder sie für ein Private Dining engagieren will – findet alle Infos auf jaybees.ch.


 

 

Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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