Neu in Luzern: «Mamie» verzaubert mit französischer Patisserie
Top-Patissier Jonathan Pichler hat gemeinsam mit Nadine Reitinger einen Ort für französische Patisserie und modernen Brunch in Luzern eröffnet. Im «Mamie» treffen Zitronentarte und Madeleines auf salzige Rote-Beete-Waffeln sowie Kimchi-Pancakes mit Gochujang-Mayo.
Am 1. Dezember 2025 eröffnete der Falstaff Patissier des Jahres 2023 Jonathan Pichler gemeinsam mit Nadine Reitinger das «Mamie» im Luzerner Bruchquartier. Schon in der ersten Woche wurden sie buchstäblich überrannt. Es lief besser, als sie es sich erhofft hatten – vor allem am Wochenende standen die Gäste lange an. Ein starkes Zeichen für ein Projekt, das lange in ihren Köpfen reifte und nun zu einem der spannendsten neuen Orte der Luzerner Gastroszene avanciert.
Wir haben gehofft, dass viel los sein würde, aber damit hatten wir nicht gerechnet. Es war überwältigend zu sehen, wie schnell sich die Leute für unser Konzept begeistert haben.
– Jonathan Pichler, Falstaff Patissier des Jahres 2023
Schon seit Jahren träumen die beiden von einem eigenen Betrieb. Ob Café, Gelateria oder ein Konzept, das sich auf Schokolade fokussiert – vieles war denkbar. Kennengelernt hat sich das heutige «Mamie»-Team in Berlin, bevor sich ihre Wege später im «Magdalena» erneut kreuzten: Nadine arbeitete dort als Restaurantleiterin, Jonathan als Leiter der Patisserie und Theresa im Service. Sie spürten schnell, dass sie in der Schweiz bleiben wollten.
Nach ihrer einjährigen Weltreise wurden Theresa und ihr Verlobter Jamal von Nadine und Jonathan gefragt, ob sie gemeinsam das «Mamie» aufbauen möchten. Anfang des Jahres bot sich nämlich plötzlich die Möglichkeit, den Betrieb in Luzern zu übernehmen. «Dass wir unser eigenes Projekt so schnell realisieren konnten, ist ein Geschenk», sagt Jonathan im Gespräch mit Falstaff. Ein paar Monate später war das «Mamie» geboren.
Ein Café für jede Tageszeit
Das «Mamie» ist ein Ort, an dem das vierköpfige Team selbst gerne Zeit verbringen würde. Und zwar nicht nur morgens zum Kaffee, sondern den ganzen Tag lang. Das Konzept kombiniert französische Patisserie mit einer unkomplizierten Brunchküche sowie einer kleinen, von Nadine sorgfältig kuratierten Weinkarte. Dazu kommen ein paar Drinks – perfekt für einen entspannten Ausklang nach der Arbeit. Der Stil ist klar: echtes Handwerk, entspannte Atmosphäre, ein Ort zum Wohlfühlen.
Besonders beliebt ist auch die herzhafte Seite der Karte, allen voran die Kimchi-Pancakes mit Gochujang-Mayo und Kräutersalat – «dazu ein pochiertes Ei», empfiehlt Jonathan. Der English Muffin verkauft sich hervorragend, vor allem an den Wochenenden. Bei den süssen Kreationen liegt die Zitronentarte klar vorn; ihre frische Säure und schlichte Eleganz verführen ein breites Publikum. Daneben entstehen in der Backstube auch komplexere Pâtisserie-Stücke wie ein Pâte-à-Choux-Bateau mit Quitte und Mohn, das durch Aufbau und Textur besonders heraussticht. Jonathan verantwortet den süssen Bereich, Jamal den salzigen. Beide entwickeln auch vegane und glutenfreie Optionen.
Weihnachtsspecial
Bis zum 18. Dezember kann ein besonderes Festtagsdessert vorbestellt werden: die Buche Noëlle. Dieses länglich-halbrunde Dessert besticht durch seine Schichten. Es besteht aus zwei verschiedenen Böden – darunter Maroni –, dazu ein Kern aus Hagebuttenmark, etwas Kaffee, die Oberfläche schokoladig airgebrusht und dekoriert, erhältlich für zwei oder vier Personen oder als ganze Buche. «Geschmacklich und von den Texturen ist alles drin», sagt Jonathan. «Mehr braucht es nicht. Eine Kugel Glace dazu geht natürlich immer – wenn jemand unbedingt will.» Als Geschenk eignet sich ein Gutschein des «Mamie», einlösbar für Brunch und Patisserie – eine geschmackvolle Idee für alle, die zu Weihnachten lieber Genuss statt Dinge verschenken.