Social Dining im Liebefeld
Im Restaurant «Haberbüni» in Bern wird jeweils dienstags eine spitzenklassige Tavolata serviert.
Danilo Fasciana, Palmira Bucolo und Dominic Tobler haben letzten Sommer das renommierte Restaurant «Haberbüni» im Liebefeld übernommen. Fast drei Jahrzehnte lang prägte hier die Berner Gastro-Legende Markus Schneider das kulinarische Geschehen. Heute ist er im Ruhestand – schaut aber immer wieder beim Trio vorbei, in jenem charmanten ehemaligen Heustock, in dem sich das Lokal befindet.
In den Sommermonaten wird draussen gekocht – in einem kleinen Gartenhäuschen mitten im Grünen. Fasciana führt ein kompaktes Team: drei Köche, zwei Lernende und einen Hilfskoch. Bemerkenswert, denn die «Haberbüni» ist nur am Samstagmittag und sonntags geschlossen. An diesem Abend duftet es nach Grill, der lauschige Garten ist halb voll – und überall wuchert es grün und wild.
Jeden Dienstag kommt das Menü im Tavolata-Stil auf den Tisch. «Wir wollen zeigen, wie zugänglich und unkompliziert wir sind», sagt Fasciana. Zur Eröffnung servierte das Team: hausgemachtes Kräuter-Focaccia, dehydrierte Wassermelone mit Avocado und Furikake, perfektes Baba-Ganoush, einen sommerlichen Soisson-Bohnensalat mit Tomaten, Gurken und Minze sowie frittierte Sardellen auf Zitronen-Labneh.
Der röstaromatische Höhepunkt war eine geräucherte Duroc-Haxe am Knochen, begleitet von Ofenkartoffeln, Grillgemüse und Babylattich im «Caesar-Style». Zum süssen Abschluss gab es ein luftiges Schokoladenmousse mit Haselnuss-Schoggi-Crunch sowie eine erfrischende Kreation aus Erdbeeren, Holunderblüten und Verveine. Kurz: alles, was man im Freundeskreis gern isst – nur eben auf dem «Haberbüni»-Niveau: eine Spur besser.