»Das begehrteste Lokal in Eisenstadt«: Alexander Bachl isst im »Das Robitza«
Pannonien pur in der neuen Weinbar von Konrad Robitza.
»Wir sind zu deinem gewünschten Termin bereits ausreserviert.« Das liest man hier immer öfter im Reservierungssystem. Gute Planung ist somit Pflicht, so man in Konrad Robitzas neuem Eisenstädter Weinbistro einzukehren gedenkt. Der Burgenland-Kroate entstammt einer Osliper Heurigenfamilie und führte zuvor die Eisenstädter »Selektion Vinothek«. Und jetzt ist er – fünf Gehminuten weiter – Wirt im gerade begehrtesten Lokal der Landeshauptstadt. Das Rezept: Küche und Weine mit Seele aus dem gesamten pannonischen Raum. Sprich Burgenland, Ungarn, Slowakei, Kroatien, Serbien und Slowenien. In der Küche steht mit Peter Prieler ein Mann, der einst im legendären »Reisinger« in Pöttsching lernte und dann durch Burgenlands Topküchen tourte. Was sich nicht nur an gekonnten Ideen, sondern auch an den Instagram-tauglichen Tellerinszenierungen spiegelt.
Somit gar prächtig und auch noch sehr gut: Tartare vom Kalb (gehackt!) mit Allerlei von der Erbse und Haselnuss. Oder Saibling von wächserner Konsistenz mit gehobeltem Karfiol, roter Zwiebel und Estragon – eine Vorspeise mit Eleganz-Faktor. Der Branzino stammt von einem kleinen istrischen Fischhändler, dazu Bärlauchrisotto, Beurre blanc, eingelegte Radieschen und frittierte Kapern. Das Brot stammt von der grandiosen Bäckerei Kovászüzem aus Sopron und darf dankenswerterweise auch über die Gasse mitgenommen werden. Ebenso wie die Flaschen im Weinregal – an die 150 Positionen hat Robitza zusammengetragen. Selbstredend dabei: die Abfüllungen der neu formierten Gruppe »Reimagine Pannonia« um Roland Velich, Hannes Schuster und Christian Tschida, die – genau wie Konrad Robitza – auf das Profil Pannoniens ein sorgsames Auge haben.
7000 Eisenstadt
Österreich