Neueröffnung: So will die »Feinkosterei« den »Neuen Markt« kulinarisch aufwerten
Daniel Hirschmann, Geschäftsführer der Feinkosterei, gibt im Interview exklusive Einblicke in das neue Restaurant und die Austro-Tapas-Bar, erklärt, wie man sich von Institutionen wie dem »Schwarzen Kameel« abhebt und ob die Wiener:innen besonders aufs »Sharen« stehen.
Falstaff: Mit der »Feinkosterei« am Judenplatz betreiben Sie das erste österreichische Tapas-Restaurant, jetzt gesellt sich eine weitere »Feinkosterei« am Neuen Markt dazu. Wie kam es dazu?
Hirschmann: Die »Feinkosterei« am Judenplatz haben wir vor mittlerweile fast fünf Jahren im September 2018 eröffnet. Ich wollte lange davor schon unbedingt eine spanische Tapasbar in Wien eröffnen, wusste aber nicht, wie das zu unserer Marke »Schwarz Hirsch« und unserem bisherigen Geschäftsfeld Catering passen soll. Irgendwann kam die Idee, das Konzept einfach auf Österreich umzulegen. Unser schönes, kleines Lokal am Judenplatz war dann schon ein Monat nach der Eröffnung praktisch täglich ausreserviert und so gibt es schon länger die Idee, einen zweiten Standort zu eröffnen. So richtig motiviert haben uns dann Corona und die vielen dazugehörigen Lockdowns.
Unter anderem bieten Sie ja auch Brötchen-Variationen an. Was hebt Sie von Institutionen wie dem »Schwarzen Kameel« und »Trześniewski« ab?
Brötchen sind bei uns nur ein ganz kleiner Teil vom Sortiment. Und wir haben ausschließlich österreichische Brötchenvarianten. Die meisten davon gibt es so noch nicht. Beispielsweise unser Wiener Schweinsbratenbrot, das Tafelspitzbrötchen oder unser Wiener Wurstsalat Brötchen. Der Fokus liegt aber ganz klar auf österreichischen Tapas im Restaurant sowie unserem kalten und warmen Fingerfood im Erdgeschoß.
Wir werden jetzt schon mit unserem bisherigen Standort immer wieder mit dem »Schwarzen Kameel« verglichen Ich glaube ja das liegt aber eher am Namen als an unserem Konzept. Denn im Grunde machen wir etwas vollkommen anderes.
Was sollte man bei Ihnen unbedingt probieren?
Es ist wirklich schwer zu sagen, was man alles probieren muss. Unser beliebtes Wiener Kalbsbeuschel, eine neue Kreation wie den Steckerlfisch mit Petersilerdäpfel, unsere Feinkosterei Brettljause mit geräuchertem Hirschschinken aus eigener Produktion oder unsere hausgemachten Eismarillenknödel.
Wir hoffen, dass wir mit unserem neuen Standort einen Mehrwert für den ersten Bezirk bieten können, eine kulinarische Aufwertung des Neuen Markt schaffen. Dass wir mehr Platz unseren Gästen von der »Feinkosterei« am Judenplatz bieten können, die hin und wieder enttäuscht werden, weil wir ausreserviert sind. Ich glaube auch, dass wir einige neue Catering Kunden über den zusätzlichen Standort generieren können. Viele potentielle Kunden werden uns jetzt erst in dieser einzigartigen Lage entdecken.
Wir möchten aber auch gute und langfristige Arbeitsplätze schaffen mit zufriedenen Mitarbeitern. Es gibt einen sehr hohen Grad an sozialer Verantwortung, wenn man einen Standort in dieser Größe eröffnet. Wir möchten uns als verlässlicher Betrieb im ersten Bezirk etablieren, auf den die Wiener und Wienerinnen stolz sein können.