Wo Steaks und Spitzenweine auf Atmosphäre treffen: Bachls Kritik des »Boxwood«
In der Wiener Innenstadt setzt das neue Steakrestaurant mit ausgewählten Steaks und einer sorgfältig kuratierten Weinkarte auf puren Genuss.
Das Heiligenkreuzerhof-Grätzel hat Benjamin Buxbaum im Griff. Im Hof liegt sein »Buxbaum«. 2024 übernahm er Robert Hollmanns Boutiquehotel. Und nun bekam das bisherige Bistro »Boxwood« den Untertitel »The Art of Steak«. Die Idee ersann Buxbaum gemeinsam mit seinem Onkel Alexander Schütz. Der ist CEO der »C-Quadrat«-Gruppe, Steak-Connaisseur, Sammler erlesener Weine und nun Halbpartner seines Neffen. »Josper«-Grill, Fleischreifungsschrank und neues Mobiliar wurden angeschafft – nur die geniale Christian-Lacroix-Tapete blieb.
Wer nun die Weinkarte aufschlägt, muss möglicherweise nach Luft schnappen. Nach einer Sektion von bald 150 Weinen im »üblichen« Preissegment stößt man auf fünf Jahrgänge »Petrus«, sechs »Cheval Blanc«, fünfmal »Romanée Conti«, legendäre US-Weine usw. Endziel sind 600 Top-Weine, eingebracht vom Weinmanager Jason Turner, der in Schütz‘ Weinfirma Elysium Rare Wines den Keller hütet. Dank »Coravin« gibt’s Dom Pérignon oder Mondavis »To Kalon« glasweise.
Und die Steaks? Das Gros der Premium-Cuts trägt das höchste US-Gütesiegel »USDA Prime«. Der Rest stammt von heimischen Bio-Betrieben. Wobei eine kleine Querverkostung zeigt – geschmacklich stehen österreichische Steaks dem US-Beef um nichts nach, das heimische kommt intensiver, das US-Fleisch hat die nach Maisfütterung typische Zartheit. Seit Ende September gibt’s auch die großen Cuts am Knochen. Genauso wichtig: Das exzellente Rind wird hier perfekt punktgenau gegrillt – dazu eine Handvoll feiner Beilagen. Zuvor kann man sich mit roten Garnelen oder Yellowfin-Tatar einstimmen. Im Rating der Steakhäuser der Nation hat sich das »Boxwood« in Poleposition gesetzt.
1010 Wien
Österreich