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Eine Brasserie für den Berner Altenberg

Bern
Bistro
Neueröffnung 2025
Restaurant

Das «Albert & Frida» heisst künftig «Pêle-Mêle». Dieses wird von einer illustren Runde geführt, die hier im Brasserie-Stil kochen will.

Der Garten könnte nicht lauschiger sein, das Hotelflair nicht französischer: Das «Landhaus by Albert & Frida» in der Berner Altstadt ist ein wahres Bijou. Im verwunschenen Gärtchen speist man formidabel, drinnen fliegt einem beim ersten Schritt über die Schwelle ein Gruss aus der Küche entgegen und man bleibt meist länger, als man will. Wegen der Leute, wegen ihrer Hingabe und der Atmosphäre. Seit 16 Jahren führen Angela und Patrick Stadelmann das «Albert & Frida». Benannt ist es nach Angies Grosseltern, die jeweils im Doppelpack anriefen oder erschienen.

Ende Monat ist für Stadelmanns hier Schluss. «Wir wollen zurück zu den Wurzeln und etwas kleiner werden», sagt Angie Stadelmann. Sie übernehmen das Bistro «Martin Pêcheur» beim Hagneck-Kanal und taufen es «Hagneck-Sur-Mer». Dort will das aktuelle Wirtepaar Susanna Regli und Martin Blaser kürzer treten. Blaser ist ein passionierter Möbeldesigner und will sich wieder mehr seinem Unternehmen «Stahlblau» widmen. Regli hat einen Vollzeitjob ausserhalb der Gastronomie und freut sich auf mehr Freizeit.

Neue Führung und neuer Name

Zurück nach Bern: Das Hotel und Bistro wird per Ende September eine neue Führung und einen neuen Namen bekommen. Und die neuen Pächter sind keine Unbekannten: Remo Gygax, Flo Eichenberger, Jacintha Güdel, Beni Jordi, um nur einige zu nennen. Ein Teil der 10-köpfigen Gruppe hat im Frühling den legendären Club «Soussoul» in der Spitalgasse eröffnet und lockt seither ältere Nachtschwärmer aus ihren Wohnstuben wieder in die Stadt. «Eigentlich haben wir nur ein Partnerhotel für unsere Künstler gesucht. Jetzt haben wir selber ein Hotel und ein Bistro», sagt Remo Gygax.

Auch Danie Eichenberger ist beim Unterfangen dabei. Sie startete vor einigen Jahren ein Backunternehmen, dessen Name hier wiederbelebt wird. «Pêle-Mêle bedeutet bunt durcheinander gemischt, das passt doch perfekt zu uns», sagt Eichenberger. Das Bistro hat seinen ganz eigenen Charme, den die Neuen beibehalten wollen. Etwas Farbe, etwas Deko und Handschrift der Gruppe - und Ende September geht es los.

Mit der Küche und dem Kochen betraut sind Ariane Leuenberger und Camel Höcklin, die auf Brasserie-Küche setzen werden. Im Januar 2026 stossen die beiden Köche Nico Moser und Sam Gischar dazu, sie arbeiten derzeit im Quartierrestaurant «Olympia» am Breitenrainplatz. Im Gastraum von «Pêle-Mêle» wird das weitgehend dasselbe Serviceteam wie bei Stadelmanns anzutreffen sein. Na dann: Santé et bon appétit!


Claudia Salzmann
Autorin
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