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© Lukas Lienhard

Sven Wassmer und Amanda Wassmer-Bulgin gründen Wassmer Family Group

Schweiz
Gastronomie

Sven und Amanda Wassmer organisieren ihre preisgekrönten Restaurants neu. Die Wassmer Family Group vereint das «Memories», «verve by sven» sowie neue Bildungsinitiativen zu einer Struktur, die alpine Küche, Gastfreundschaft und Inklusion vorantreiben soll.

Mit der Gründung der Wassmer Family Group bündeln Sven Wassmer und Amanda Wassmer-Bulgin ihre preisgekrönten Restaurantkonzepte, ihre Führungsphilosophie und ihr Engagement für eine zeitgemässe Form der Gastfreundschaft. Das Duo aus dem «Grand Resort Bad Ragaz» – ausgezeichnet mit insgesamt vier Michelin-Sternen und einem Grünen Stern – kündigt damit den nächsten Schritt in seiner beruflichen Entwicklung an.

Im Zentrum der neuen Gruppe steht ein Ansatz, den die beiden als Radical Care beschreiben: Gastronomie soll nicht nur kulinarische Höchstleistungen hervorbringen, sondern auch Arbeitsplätze schaffen, in denen Teams wachsen, Verantwortung übernehmen und psychologische Sicherheit erfahren.

Grosse Gastronomie entsteht dort, wo Menschen sich gesehen fühlen und gemeinsam lernen.

– Sven Wassmer

Arbeitsumfeld für Neurodivergenz

Die Gruppe vereint fortan das drei­fach besternte «Memories» und das mit einem Stern ausgezeichnete «verve by sven». Beide Restaurants bleiben eigenständige kulinarische Konzepte, getragen von einer gemeinsamen Vision: einer modernen Auslegung alpiner Küche, geprägt von Produkten, Handwerk und emotionaler Klarheit.

Ein weiteres Standbein der Gruppe ist der gezielte Wissensaustausch. Geplant sind Masterclasses, Pop-ups und Weiterbildungen, die Kolleg:innen der Branche zusammenbringen. Parallel entwickelt Amanda Wassmer-Bulgin einen Online-Lehrgang für Beverage & Hospitality, der 2026 starten soll. Er richtet sich an Serviceprofis und vermittelt eine praxisorientierte Sprache für glaubwürdige, situative Gastfreundschaft.

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Ausrichtung ist die Zusammenarbeit mit Autismus Schweiz. Ziel ist es, neurodivergente Perspektiven stärker in die Gastronomie einzubinden und Arbeitsumfelder zu schaffen, die flexibel, empathisch und zugänglich sind. Die Gruppe möchte damit zeigen, dass Inklusion auch in der Spitzenküche möglich ist.


Redaktion
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