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Neuer Küchenchef im «Kempinski Palace Engelberg»: «Ich will, dass Gäste wegen einem Gericht wiederkommen»

Interview
Koch
Hotel
Schweiz

Er spricht vier Sprachen, hat auf drei Kontinenten gekocht – und verfolgt nun ein klares Ziel: Das Restaurant im «Kempinski Palace Engelberg» soll allein Grund genug sein, nach Engelberg zu reisen.

Falstaff: Herr Ioannidis, wann haben Sie Ihre neue Position als Executive Chef im «Kempinski Palace Engelberg» angetreten?

Stefan Ioannidis: Am 1. August – passenderweise am Schweizer Nationalfeiertag. Es war ein fantastischer Start, mitten in eine grosse Feier hinein. Fast so, als hätte die ganze Stadt Engelberg meinen ersten Tag mitgefeiert.

Sie haben über 15 Jahre Erfahrung in internationalen Luxushotels – von Rhodos über St. Moritz bis Luzern. Was hat Sie letztlich nach Engelberg geführt?

Meine Karriere war eine Reise durch beeindruckende Landschaften – vom sonnenverwöhnten Rhodos über das ikonische St. Moritz, das hochalpine Andermatt bis an den Vierwaldstättersee. Das «Kempinski Palace Engelberg» bot mir die seltene Chance, nicht nur Teil eines Teams zu werden, sondern eine kulinarische Geschichte von Grund auf neu zu schreiben. Dieses Hotel hat eine Seele und eine starke Verbindung zu seiner Lage. Die Natur und die Geschichte hier sind ein inspirierendes Fundament – perfekt, um meine mediterranen Wurzeln, meine internationale Erfahrung und mein Wissen über die Schweiz in etwas Neues zu übersetzen.

Ihr Sprachtalent ist beeindruckend. Sie sprechen Griechisch, Englisch, Deutsch und Italienisch. Wie beeinflusst das Ihre Führungsarbeit?

Sprachen sind weit mehr als ein Werkzeug zur Anweisung – sie schaffen Verständnis und ein Zugehörigkeitsgefühl. Die kulturellen Hintergründe meiner Teammitglieder zu kennen, ist für mich zentral. Das bereichert nicht nur unser Miteinander, sondern auch die Kulinarik: Ich erfahre, warum ein Gericht so schmeckt oder zubereitet wird, wie es wird. Diese Vielfalt ist eine Quelle der Kreativität.

Stefanos Ioannidis
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Stefanos Ioannidis

Wie würden Sie Ihre kulinarische Handschrift beschreiben?

«Mediterranean soul meets alpine precision.» Ich feiere die besten Zutaten in ihrer puren Form, setze auf Saisonalität und Regionalität – und halte mich als Koch so weit zurück, dass das Produkt selbst im Mittelpunkt steht. Mein Ziel ist es, Erinnerungen zu schaffen – dass ein Gast vielleicht extra wegen eines bestimmten Gerichts wiederkommt.

Gibt es ein Gericht aus Ihrer Kindheit, das Sie bis heute prägt?

Ja, der Turbot meiner Grossmutter mit Wildkräutern. Einfach mit Rotweinessig und Schalotten – frisch gefangen, nie vorhersehbar. Er hat mich gelehrt, Produkte zu respektieren. Auch Gerichte wie Pitaroudia, Kichererbsen-Fritter, oder Melekouni, ein Sesam-Honig-Riegel mit Orange und Zimt, haben meine Philosophie geprägt: authentisch, ehrlich, mit einem Hauch von «heute».

Welche Pläne haben Sie für die Kulinarik im «Kempinski Palace Engelberg»?

Ich will eine immersive Dining Experience schaffen, eng mit lokalen Produzenten arbeiten und saisonale Menüs entwickeln, die das Terroir widerspiegeln. Neben den bestehenden Angeboten plane ich Degustationsmenüs, saisonale Pop-ups und «Four Hands»-Dinners. Meine griechischen Wurzeln werden in feinen, unerwarteten Nuancen einfliessen. Ziel ist es, dass das Restaurant selbst ein Grund für eine Reise nach Engelberg wird.

Gäste haben die Wahl zwischen modernem Interieur und Belle-Époque-Zimmern – Bergblicke sind immer inklusive.
Dorfstrasse 40
6390 Engelberg
Schweiz
Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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