Neueröffnungen, die 2025 die Wiener Gastro-Szene aufgemischt haben
Welche Neueröffnungen haben Wien 2025 wirklich aufgemischt? Vom ersten »Mandarin Oriental« über kreative Fine-Dining-Konzepte bis hin zu lässigen Streetfood-Spots – wir blicken auf die spannendsten Gastro-Highlights des Jahres zurück.
2025 war ein aufregendes Jahr für Wiens Gastronomie. Neue Restaurants, Bars und Hotels haben die Stadt kulinarisch bereichert. Wir blicken zurück auf die spannendsten Neueröffnungen des Jahres und verraten, wo sich ein Besuch wirklich lohnt.
Le Sept
Oh, wie lange mussten wir auf diese Eröffnung warten! Am 1. Dezember 2025 war es dann endlich soweit: Wiens erstes »Mandarin Oriental« öffnete seine Türen. Mit 86 Zimmern und 52 Suiten, mehreren Restaurants, Bars und einem Spa brachte das Luxushotel fernöstliche Gastfreundschaft mitten in die Wiener Innenstadt.
Im Fine-Dining-Restaurant »Le Sept« zeigte Küchenchef Thomas Seifried sein Können: Jakobsmuschel in Rauchbutter, Hamachi mit Kimchi-Emulsion oder Wagyu – jedes Gericht ein kleines Kunstwerk voller intensiver Aromen. Auch die Brasserie überzeugte mit Meeresfrüchte-Tower und Crab-Cake. Design und Ambiente verbinden Wiens Architektur gekonnt mit fernöstlicher Eleganz, während Sommelier Christopher Oswald mutige Weinbegleitungen empfiehlt.
1010 Wien
Österreich
Boxwood
Wer Steak liebt, kommt am neuen »Boxwood« nicht vorbei. Küchenchef Ogun Yildirim kombiniert internationale Erfahrung aus London und Irland mit Grillmeister Gustavo Ojeda und serviert Cuts, die von USDA Prime über Wagyu bis hin zu Iberico Pluma reichen. Im Mittelpunkt steht die Showküche mit Josper-Grill: außen kräftig geröstet, innen butterzart – hier wird Fleisch zelebriert. Dazu gibt es Austern, Thunfisch-Tatar, Risotto oder gegrillten Seebarsch. Die Weinkarte ist ein internationaler Streifzug, der von Bordeaux-Klassikern bis zu österreichischen Gewächsen reicht.
1010 Wien
Österreich
Lara
Auch Larissa Andres und Jonathan Wittenbrink legten 2025 nach. Nach dem »Jola« folgte mit dem »Lara« ein entspanntes, rein pflanzliches Bistro am Passauer Platz. Gemüse steht im Mittelpunkt, Ersatzprodukte braucht es nicht – Baby-Brokkoli mit BBQ-Glasur, Räucherkroketten oder Agnolotti mit Eierschwammerln zeigen, wie selbstverständlich guter Geschmack ohne Fisch und Fleisch sein kann.
Shiki Omakase
Mit maximal acht Sitzplätzen brachte das »Shiki Omakase« Anfang Dezember die japanische Sushi-Kunst nach Wien. Chef Joji Hattori bereitet alle Gänge à la Minute zu – vom klassischen Sushi bis zu exklusiven Zutaten wie Störkaviar oder A5 Wagyu. Ergänzt wird das Menü durch eine Auswahl von rund 60 Sake-Positionen und begleitenden Weinen.
1010 Wien
Österreich
Addiert
Koreanisches Fine-Dining, klein aber fein: Das »Addiert« am Franz-Josefs-Kai bietet Platz für maximal zehn Gäste am Chef’s Table. Jaeho Jung und Jungyun Kim servieren neun Gänge, bei denen koreanische Aromen auf europäische Technik treffen. Optisch und kulinarisch ein Kunstwerk – vom Wachtelei über Forellen-Ceviche bis zum Honigeis.
1010 Wien
Österreich
Kleinod am Ring
Mitte Februar zog die »Kleinod«-Gruppe an den Stubenring – und mischt seitdem Bar, kleine kreative Gerichte und Club-Atmosphäre. Felix Albiez kümmert sich um die Küche, während Drinks wie der Pineapple Negroni die Stimmung heben. Tagsüber gemütlich an der Bar abhängen, abends die Tanzfläche stürmen.
1010 Wien
Österreich
Lido Bar
Ende Oktober brachte Tim Schächter (»Shiso Burger«) mit dem »Lido« venezianisches Bar-Feeling in die Innenstadt. In der Landskrongasse gibt’s Cicchetti, Tramezzini, Tiramisu und Prosecco vom Fass – dazu Select Spritz, Negroni und Cocktails mit Italien-Twist. Kleine Bar, lange Abende: ideal für Aperitivo, einen schnellen Stopp oder den letzten Drink der Nacht.
Figoletta
»Figlmüller« goes Italy: Im Pop-up »Figoletta« dreht sich alles um Pizza und Cotoletta alla Milanese. Teig hauchdünn, Toppings üppig, Cotoletta knusprig und saftig – klassische italienische Küche mit Wiener Schnitzel-Charme.
Brasserie Sophie
Im April eröffnete im »Anantara Palais Hansen« die »Brasserie Sophie«. Serviert werden unkomplizierte Wohlfühlgerichte zum Teilen – von Schlutzkrapfen mit Trüffel über saftige Alpengarnelen auf Crostini bis zu Tatar. Im hellen Wintergarten lässt sich gemütlich brunchen oder à la carte speisen, während ein kreatives Team für flüssige Highlights sorgt. Französisch inspiriert, regional verwurzelt – hier trifft Brasserie-Flair auf entspanntes Wien-Feeling.
1010 Wien
Österreich
Chicken Karate
Auch das Team von »Mochi« mischte dieses Jahr natürlich mit. Am Vorgartenmarkt bringt das »Chicken Karate« knuspriges Hühnchen auf den Teller. Vom Chicken Nanban Burger bis zum vegetarischen Nasu Tonkatsu Burger, dazu Dirty Fries, eingelegte Gurken oder Kimchi-Salat. Yum!
Bistro Fantasy
Betonwände, Plattenspieler, French Toast und Steak Frites: Das »Bistro Fantasy« in der Gumpendorfer Straße mischt Café und Bar nahtlos zusammen. Morgens Frühstück, mittags Lunch, abends Drinks und Barfood. Die Betreiber Javier Mancilla und Xavier Kislinger setzen auf Naturweine, hausgemachte Limos und jede Menge Kreativität auf dem Teller.
1060 Wien
Österreich
Markthalle am Naschmarkt
Nach dem Umbau eröffnete die Markthalle am 21. November und bietet ein kulinarisches Rundum-Erlebnis. Auf 800 Quadratmetern warten 13 Standler:innen mit regionalen Produkten, von Bio-Fleisch aus dem Waldviertel über Mozzarella aus Wien bis zu Wildfangfisch aus Kärnten. Zusätzlich gibt es eine zentrale Marktbar, Workshops und Sitzgelegenheiten, auch im Freien.
dodo62
Im »Dodo 62« zeigt Chang Woo Hyun gemeinsam mit seiner Mutter, wie gut koreanische Küche schmecken kann. Bibimbap, Bulgogi, Kimbap oder Schweinebauch mit hausgemachtem Kimchi – alles selbst gemacht, alles mit viel Gefühl. Auch beim Wein wird’s spannend: Die Karte kuratiert niemand Geringerer als Simon Schubert vom »Reznicek«.
Zum Bretschneider
Nach der Schließung des »Stafler« übernahmen im Herbst 2025 das Duo Jürgen Sattler und Klaus Silberbauer und eröffneten das Weinbeisl »Zum Bretschneider« in Meidling. Auf der Karte: »Bretschneider Brettl« mit Speck & Würstel, Kalbszungensulz, Backfleisch oder Beuschl – alles Wiener Klassiker mit Pfiff. Dazu Bier aus Weitra und eine gut selektierte Weinkarte. Ein neues, gutes altes Wirtshaus, das Tradition und feine Tropfen verbindet.
1120 Wien
Österreich
Paco Ribera
Im Oktober eröffnete in der Donau-City das »Paco Ribera«. Tapas, Ibérico-Schinken, Pimientos de padrón und gegrilltes Filet vom Schwein – dazu frisch gezapftes Estrella und drei Versionen Sangria. Modernes Interior, offene Küche, gemütlicher Bartresen – eine kleine spanische Oase zwischen Hochhäusern.
1220 Wien
Österreich
*Die Reihenfolge ist nach den Wiener Bezirken sortiert, nicht nach Ranking.