Der ultimative Brunch-Guide für Zürich: 2026 Must-Visits
Zürich hat ein Brunch-Problem: Die Auswahl ist schlicht zu gut. Ob Freeflow Champagner, mediterrane Tavolata oder klassischer Avo-Toast – wir verraten, welche Locations Sie 2026 nicht missen dürfen.
Babu's Counter
Der im Oktober neu eröffnete «Babu's Counter» in der Binz versteht sich als urbaner Rückzugsort für den Alltag, unter der Woche ebenso wie am Wochenende. Der Fokus liegt bewusst auf der kalten Küche mit Salaten, Quiches, Sandwiches, Müslis und Sauerteigbrot. Dazu kommen Kuchen und Gebäck aus der hauseigenen Backstube. Trotz industriellem Look wirkt der Raum warm und einladend, mit klarer Quartier-Café-Attitüde. Wer sich jedoch klassische Kaffeehaus-Atmosphäre sucht, wird eher im «Babu's Bakery & Coffeehouse» an der Löwenstrasse fündig.
Bank am Helvetiaplatz
Wer noch nie in der «BANK» am Helvetiaplatz gebruncht hat, hat ein Stück Zürcher Brunchkultur verpasst. Das gemütliche Lokal mit offener Küche lädt jedes Wochenende zum entspannten Brunch ein. Bestellt wird spielerisch per Zettel, auf dem Gäste alles ankreuzen, worauf sie Lust haben.
Joghurt mit hausgemachtem Granola, Früchten und Honig, Hummus und Avocado mit Tomatensalsa zählen zu den Klassikern, besonders empfehlenswert sind die grüne Shakshuka, das Laugencroissant mit Avocadocrème, Spiegelei und Speck sowie das Brot und Gebäck von «John Baker». Dazu kommen fein gerösteter Kaffee mit Latte Art, frisch gepresster Orangensaft, Wasser à discretion für 4 Franken und auf Wunsch ein Glas – oder eine Flasche – Ferrari Blanc de Blancs oder Calafuria.
Bar Butter
Die «Bar Butter» ist ein kleines, inhabergeführtes Quartiercafé im quirligen Langstrassenquartier – und mit nur 17 Sitzplätzen im Innenraum wohl eines der kleinsten Cafés der Stadt. Dafür punktet es in den warmen Monaten mit einer der charmantesten Innenhofterrassen Zürichs: ruhig, grün und überraschend versteckt mitten im urbanen Trubel. Der Brunch wird à la carte serviert und umfasst vier sorgfältig kuratierte Gerichte, ergänzt durch die wechselnde Patisserieauswahl in der Vitrine, die den Besuch fast immer um eine süsse Versuchung verlängert.
Als Signature-Gericht gilt der Benedict-Croffle – ein Wortspiel aus Croissant und Waffel. Der Croissantteig wird im Waffeleisen gebacken, wodurch eine knusprig-karamellisierte Oberfläche und ein buttrig-luftiges Inneres entstehen. Serviert wird der Croffle als Egg-Benedict-Interpretation mit Alaska-Wildlachs, Spinat, Onsen-Ei, Hollandaise und frischem Kräutersalat. Unbedingt aus der Vitrine probieren sollte man auch die hausgemachten Mandelcroissants, die weit über das Quartier hinaus Kultstatus geniessen.
Café Irma
Das «Café Irma» in Zürich-Wiedikon ist ein junges Quartiercafé mit klarem Fokus auf Sauerteig, Fermentation und pflanzenbasierte Küche. Im Zentrum steht das täglich frisch gebackene Sauerteigbrot, das im offenen Raum fast inszeniert wird: An der Theke lässt sich der mehrtägige Herstellungsprozess nachvollziehen, vom Füttern des Starters bis zum Backen im Ofen. Der Brunch ist bewusst unkompliziert und vegetarisch geprägt, viele Gerichte sind pflanzlich.
Besonders gefragt sind Toast-Variationen auf Sauerteigbasis, etwa mit hausgemachtem Kimchi, fermentierten Komponenten oder klassischen Frühstückszutaten wie Butter, Konfitüre und Käse. Ergänzt wird das Angebot durch fermentierte Getränke wie Wasser-Kefir sowie Kaffee und Tees in puristischer, nordisch inspirierter Atmosphäre. Das dezent gestaltete Interieur mit femininer Note macht das «Café Irma» zu einem ruhigen Wohlfühlort im Quartier.
Collana Bar e Caffè
In der «Collana Bar e Caffè» gibt es auch unter der Woche bis 11 Uhr Frühstück, am Wochenende sogar bis 14 Uhr. Auf der Karte stehen klassische Frühstücksfavoriten wie der «Cestino di Pane»: ein Brotkorb mit Maggiabrot, Brioche und Gipfeli, dazu Butter und Konfitüre, auf Wunsch ergänzt mit Mortadella, Parmaschinken und Salametti. Der beliebte Avo-Toast darf natürlich auch nicht fehlen, hier wird er mit Cherrytomaten, roten Zwiebeln, Onsen-Ei und optional mit Rauchlachs veredelt.
Ebenfalls sehr gefragt ist das Egg Florentine im Gipfeli mit Blattspinat, Onsen-Ei und Sauce Hollandaise – buttrig, cremig, sättigend. Auch die Waffeln sind überzeugend, besonders in Kombination mit Vanilleglacé. Wer den Tag mit einem Hauch Dolce Vita beginnen möchte, bestellt einen Mimosa oder Bellini. Die Lage direkt am Opernhausplatz ist ideal, um danach am See entlang zu spazieren – ein unkompliziert perfekter Start in den Tag.
The Dolder Grand
Bevor sich die Brunchgäste im unteren Stock im «Restaurant Saltz» verwöhnen lassen, lohnt sich ein kurzer Moment des Innehaltens vor dem Haupteingang des «The Dolder Grand». Der Blick über Zürich und den See ist spektakulär und setzt den Ton für einen Brunch, der eher an ein entspanntes Fine-Dining-Erlebnis erinnert. Im lichtdurchfluteten «Restaurant Saltz» wird jedes Wochenende von 12 bis 15 Uhr ein Champagner-Brunch deluxe serviert.
Der späte Morgen beginnt mit einer Étagère, begleitet von einem Buffet mit köstlichem Brot, hausgemachten Fruchtsäften und kleinen Schälchen mit feinen Vorspeisen-Kreationen. Austern dürfen natürlich auch nicht fehlen. Anschliessend folgt ein Menü à la carte auf hohem Niveau: pochiertes Ei mit Spinat, Hollandaise und Trüffel, ein klares Pilz-Consommé mit Enoki, Buchweizen-Risotto, Saltimbocca von der Maispoularde und Rinds-Entrecôte und Bäggli mit Schwarzwurzel gehören zu den Signature-Gängen. Zum Abschluss geht es zurück ans Dessertbuffet, wo kunstvoll komponierte Kreationen warten. Auf Wunsch begleitet Champagner «AR Le Noble Brut» den Brunch, santé!
Eden Kitchen & Bar
Der Brunch in der «Eden Kitchen & Bar» im «La Réserve Eden au Lac» in Zürich steht unter dem Motto «Lazy Sunday» und wird jeden Sonntag bis 15 Uhr serviert. Das Menü setzt auf genussvolle Klassiker mit augenzwinkerndem Hangover-Appeal: Eier Benedict mit Lachs oder Speck, ein B.E.C.-Toast (Speck, Ei und Käse) mit Thousand Island Sauce oder klassische Omelettes mit frei wählbaren Zutaten.
Herzhaft wird es mit den ikonischen Sunday Roasts von der Nachmittagskarte. Zur Auswahl stehen gebratenes Hühnchen mit schwarzem Trüffel, doppelt gerösteten Kartoffeln und Estragon-Jus sowie Rindfleisch mit Yorkshire Pudding und saisonalem Gemüse. Für die süsse Fraktion gibt es Pancakes mit Ahornsirup und gemischtem Beeren-Coulis oder einen Crunchy French Toast mit Rum-Flambé, karamellisierten Bananen und Vanilleglace. Die Stimmung ist entspannt, ein DJ liefert von 12 bis 16 Uhr den passenden Soundtrack für einen langen, lässigen Sonntag.
Lou's
Wer auf der Suche nach echtem Comfort-Brunch ist, sollte unbedingt im «Lou's» einkehren. Von Freitag bis Sonntag gibt es hier bis 16 Uhr amerikanische Klassiker wie Breakfast Sandwiches, Pancakes, Waffeln und NYC-Style-Bagels. Herzhaft wird es mit den Smashed Beef Burgers oder Buttermilk Fried Chicken Burgers – üppig, saftig und definitiv eine lohnenswerte Sünde. Auch die süsse Seite überzeugt: Cinnamon Rolls samt Apple Pie Filling oder das beliebte Banana Bread. Vieles entsteht direkt in der eigenen Küche; lediglich Brot und Bagels stammen von lokalen Bäckereien. Die Atmosphäre bleibt entspannt und urban. Dazu ein Bloody Mary, Mimosa oder ein Glas Rosé Spumante?
OKO
Der Brunch im «OKO» versteht sich als bewusstes Gegenmodell zum klassischen Wochenendritual. Statt Pancakes und Gipfeli nur am Sonntag zu servieren, setzt das Team auf ein ganztägiges Angebot, das sich flexibel zwischen Frühstück und Lunch bewegt. So stehen bereits am Morgen Gerichte wie Egg Benedict, Katsu Sando oder Roastbeef Sandwich auf der Karte – auch unter der Woche. Ergänzt wird das Angebot durch hochwertigen Specialty Coffee und eine sorgfältig kuratierte Getränkeauswahl. Das Ambiente im «OKO» verbindet urbanen Minimalismus mit warmen Akzenten: Ein prägnanter Chromstahltresen trifft auf natürliche Holzelemente und schafft so eine zugleich klare und einladende Atmosphäre. Die zentrale Lage macht das Lokal zudem zu einem unkomplizierten Treffpunkt – vom frühen Kaffee bis zum späten Brunch.
Sprüngli Café & Restaurant
Wer genussvoll in den Tag starten möchte, ist hier von Montag bis Sonntag genau richtig. Täglich bis 11.30 Uhr wird ein Etagèren-Frühstück serviert, am Sonntag ergänzt ein ausgedehnter Brunch mit Buffet und à la carte-Angebot das Konzept.
Ein Fixpunkt ist das legendäre Sprüngli-Birchermüesli, dazu gesellen sich Klassiker wie cremiger Milchreis mit Bratapfelkompott und Zimtzucker. Herzhaft wird es mit «Smashed Croissants», wahlweise mit Lachs oder Ziegenkäse-Randen, sowie mit vielfältigen Ei-Kreationen: etwa ein winterliches Omelette mit Blattspinat, gebratenen Pilzen, Gruyère und Schalotten oder ein üppig gefüllter Frühstücks-Burrito mit Rührei, Avocado, Speck, Cheddar, Röstzwiebeln, Tomatensalsa und Koriander. Aus der Backstube kommen Buttermilch-Pancakes, Sprüngli-Waffeln oder «Chicken & Waffle» mit Apfel-Buttersauce, ein süss-herzhaftes Highlight mit hohem Suchtfaktor.
Der Sonntagsbrunch kostet 79 Franken pro Person und beinhaltet eine grosszügige Auswahl vom Buffet sowie mehrere frisch zubereitete Speisen aus der Küche. Wer es besonders festlich mag, wählt das Champagner-Package mit Perrier-Jouët Brut à discrétion für 58 Franken Aufpreis pro Person.
Studio Bellerive
Am Zürichsee gibt es kaum einen eleganteren Rückzugsort als das «Studio Bellerive» im Hotel Ameron». Jeden Sonntag von 11.30 bis 15 Uhr geniessen Gäste einen exklusiven Brunch, der prickelnden Champagner-Genuss mit der Küche von Küchenchef Norbert Kiraly und der kompetenten Gastgeberin Anastasjia Heinz verbindet.
Der Auftakt macht Appetit: Eine Étagère mit Charcuterie, Käse und Gemüsesticks, dazu Räucherlachs, Tatar und Guacamole – allesamt von makelloser Qualität. Besonders hervorzuheben ist die Brotvariation, allen voran ein Zopf, der schlicht köstlich ist. Dazu können beliebige Eierspeisen wie «Arme Ritter», ein Brioche mit Spinat, Eigelb und Trüffelbutter oder «The Egg Celent», ein Gipfeli mit Rauchlachs, Spinat, pochiertem Ei und Sauce Hollandaise bestellt werden.
Im Anschluss folgt ein dreigängiges Menü. Beim Hauptgang darf zwischen Fisch, Fleisch und einer vegeatrischen Option gewählt werden. Auch beim Dessert lässt die Küche mehrere Möglichkeiten offen – wobei der Zitronencake eine klare Empfehlung verdient. Inbegriffen im Preis von 95 Franken sind sämtliche warme und kalte Getränke sowie eine halbe Flasche Laurent-Perrier La Cuvée pro Person.
Süd
Wer den Sonntag in vollen Zügen geniessen möchte, ist im «Süd» genau richtig. Das Restaurant verströmt eine Stimmung, die man sich kaum schöner wünschen könnte: warmes Licht, entspannte Geselligkeit, mediterranes Flair – Sonntagsgefühl pur.
Die Brunchkarte spiegelt die Handschrift der Küche wider und lässt keine Wünsche offen: Wer es süss mag, greift zur Croissant-Waffel mit Vanille Crème Chantilly und gerösteten Aprikosen oder zu den Pancakes mit Ahornbutter, Beeren und Konfitüre. Herzhafter geht es mit dem Sauerteig-Toast mit Rührei, Avocado und Forellenrogen zu und her, oder mit der Kartoffel Frittata mit Nduja-Emulsion und Basilikum. Ein absolutes Highlight ist die herzhafte Waffel mit 24 Monate gereifter Parmesancreme und Périgord-Trüffel.
Wer lieber teilt und gemeinsam tafelt, wählt die «Brunch Tavolata» für 55 Franken pro Person: ein bunter Mix aus mediterranen Aromen und Brunch-Klassikern, serviert in der Mitte des Tisches – gesellig, grosszügig und genau richtig für einen langen Sonntagmorgen.